Engagement für die Krämerbrücke: Martin Gobsch aus Erfurt ist unser Thüringer des Monats

René Michael aus Römhild im Landkreis Hildburghausen ist unser Thüringer des Monats März. Der 50-Jährige leitet mit viel Engagement und Leidenschaft den Sportverein TSV 1860 Römhild - und das schon seit mehr als 20 Jahren.

Beim TSV 1860 Römhild können Sportbegeisterte Volleyball, Fußball, Tischtennis oder Badminton spielen, Kegeln, sich mit Gymnastik fit halten oder in der Leichtathletik auspowern. Es gibt Sport speziell für Kinder und ein generationenübergreifendes Projekt mit dem Namen "Komm mit zum Sport, Oma".

Organisationstalent mit Übersicht und Weitblick
Dem Volleyball gehört René Michaels Herz - nicht nur in der modernen Zwei-Felder-Halle der Stadt. Für die wärmere Jahreszeit hat der Verein auf seine Initiative hin auch eine Beachvolleyball-Anlage auf dem Sportplatz-Gelände gebaut.

René Michael war viele Jahre Spieler-Trainer, er ist Übungsleiter für den Volleyball-Nachwuchs und organisiert Turniere. Mit seinen 1,85 Meter Körpergröße hat er stets den Überblick, ist in allen Fragen Ansprechpartner und hat Weitsicht im Organisieren von Fördermitteln.

Die sind zum Beispiel in die Sanierung der 100-jährigen Sportbaracke geflossen und haben dafür gesorgt, dass der Verein jetzt über eine bundesligataugliche Kegelbahn verfügt.

Cornelia Müller von der Thüringer Ehrenamtsstiftung hat bei der Auszeichnung das Engagement von René Michael als großartig gewürdigt. Mit eigenen Augen habe sie sich davon überzeugt, welche tollen Sportanlagen Römhild hat, für die sich unser Thüringer des Monats persönlich mit eingesetzt hat.

Beim Umbau der alten Sportbaracke habe er zum Beispiel allen voran mit auf dem Dach gestanden, ergänzt Ingrid Theilig für den Verein: "Er packt mit an und kann jung wie alt motivieren."


Gemeinsames Sportangebot für Kinder und Großeltern
In seiner Zeit an der Spitze des TSV 1860 hat René Michael das Angebot an Wettkampf-, Breiten- und Freizeitsport so aufgestellt und ausgebaut, dass sich die Zahl der Mitglieder im Verein nahezu verdoppelt hat. Rund jede fünfte Römhilderin bzw. jeder fünfte Römhilder ist dort aktiv, der TSV 1860 ist damit einer der größten Sportvereine in der Region.

"Ich glaube, ich habe ein bisschen Schwung mit reingebracht. Und es sind immer wieder Sportarten dazu gekommen", sagt René Michael. Eine Initialzündung dafür hätten die vorhandenen Sportanlagen gegeben und die Tatsache, dass sich Leute gefunden haben, die die Angebote mit Leben erfüllen. "Das Wichtigste für einen Ehrenamtler ist, dass er genügend Mitstreiter hat, die einen dann unterstützen, um Projekte hinzubekommen."

Aus Gymnastik für die älteren Damen hat René Michael dann Idee entwickelt, dass Kindergarten- und Vorschulkinder gemeinsam mit ihren Omas und Opas Sport treiben sollen - im thüringenweit bisher einmaligen und bereits ausgezeichneten Projekt "Komm mit zum Sport, Oma".

Die Großeltern haben dabei die Betreuungsfunktion für ihre Enkel und halten sich durch Bewegung fit für den Alltag, während die Kinder erste Bewegungserfahrungen sammeln können.
Ehrenamt liegt in der Familie

"Der Sport ist eine runde Sache bei uns", sagt Freundin Mandy Matkey, "das wird gelebt und geliebt". Sie spielt ebenfalls im Verein Volleyball und trainiert montags zeitgleich mit René in der geteilten Halle eine Badminton-Gruppe.

Die beiden Töchter haben diese Leidenschaft ebenfalls mit auf den Weg bekommen, entweder fürs Sportmanagement-Studium oder für das aktive Spielen im Nachwuchs des SWE Volley Teams in Erfurt.

Zu Hause haben René Michael und seine Freundin ein "altersgerechtes" Fitness-Studio eingerichtet. "Wir leben das aus, so wie wir das zeitlich hinkriegen, und haben Spaß dabei", sagt sie. 

Quelle: MDR Thüringen
 

Er ist einer, der macht. Er ist ein Schrittmacher und kein Mitmacher.
— Roland Büttner

Im Dezember eines jeden Jahres werden aus den zwölf Thüringern des Monats von den Hörern von MDR THÜRINGEN, den Zuschauern des MDR THÜRINGEN JOURNAL sowie den Nutzern von MDR.DE der/die "Thüringer:in des Jahres" gewählt.

Jeder Thüringer des Monats erhält ein Preisgeld von 500 € und eine öffentliche Würdigung. Aus allen Thüringern des Monats wird im Dezember dann per Online-Voting der „Thüringer des Jahres“ gewählt. An den ersten Platz gehen dann nochmals 2.000 €, der zweite Platz erhält 1.500 € und der dritte Platz darf sich über weitere 1.000 € freuen. Mitmachen lohnt sich also in jedem Fall!


Ihren Vorschlag für die monatlich stattfindenden Würdigungen können Sie hier einreichen: 

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