Sie kennen jemanden, der zum Thüringer Engagement-Botschafter 2027 ernannt werden sollte? Jemand, der ein Engagement-Vorbild in seiner Region ist, andere gut motivieren kann oder ein Unternehmen führt, das über Sponsoring hinaus Verantwortung übernimmt und bürgerschaftliches Engagement aktiv fördert?
Die Engagement-Botschafter werden in drei verschiedenen Kategorien- Einzelperson, Junges Engagement, Unternehmen - ernannt. Während ihrer einjährigen Amtszeit machen sie auf Veranstaltungen, in Projekten oder in den Medien auf die Bedeutung von freiwilligem Engagement aufmerksam. Außerdem motivieren sie andere Menschen, sich ebenfalls ehrenamtlich zu engagieren und helfen mit, Engagement sichtbarer zu machen und zu stärken.
Einsendeschluss war der 30. August 2026.
Vielen Dank für Ihre Vorschläge!

André Kranich aus Almerswind (Landkreis Sonneberg) gründete das Flechtwerk Almerswind. 2022 kaufte er den ehemaligen Jugendtreff, investierte privat rund 100.000 Euro und entwickelt ihn seither mit einem wachsenden Netzwerk ehrenamtlich Engagierter zu einem offenen Treffpunkt und Ideenwerkstatt für Jung und Alt.
Im Flechtwerk können sich alle einbringen – besonders junge Menschen werden gezielt angesprochen. Das Projekt leistet einen wichtigen Beitrag zu Demokratiebildung und gesellschaftlicher Teilhabe in einer Region mit starker AfD-Wählerschaft. Es bietet Konzerte, Kinoabende, Gesprächsformate, Lesungen und Sportangebote – in Kooperation mit Schulen, Kitas, Handwerkern und Künstler. 2025 war das Flechtwerk erstmals Spielort der Jüdisch-Israelischen Kulturtage in Thüringen.
Das Engagement bereichert das Dorfleben, stärkt Zusammenhalt und zeigt, dass aktive Mitgestaltung Veränderungen möglich macht, die die Lebensqualität auf dem Land nachhaltig erhöhen. Das Projekt wächst weiter und entfaltet inzwischen länderübergreifende Strahlkraft in Südthüringen, ein starkes Zeichen für Vielfalt, Gleichberechtigung und zivilgesellschaftliches Engagement.

Der 22-jährige Robin Kallenbach aus dem Schwarzatal (Landkreis Saalfeld-Rudolstadt) engagiert sich für Demokratie, Teilhabe und Zukunftsperspektiven im ländlichen Raum. Seit 2021 ist er stellvertretender Vorsitzender des Vereins Zukunftswerkstatt Schwarzatal und Initiator generationenübergreifender Projekte wie den Schwarzburger Gesprächen, Erzählsalons und dem Dorfkino.
Im Ortsjugendwerk Schwarzatal schafft er Beteiligungsräume für junge Menschen – etwa durch Kinderdiscos, Halloweenpartys oder die Sanierung einer Gemeinschaftsküche. Seit 2023 arbeitet er hauptamtlich im Quartiersmanagement Schwarzatal der AWO Rudolstadt und verbindet dort Ehrenamt und professionelle Strukturarbeit zur Stärkung regionaler Netzwerke.
Kallenbach überwindet mit Ausdauer und Kommunikation Vorurteile gegenüber Jugendengagement und wirkt aktiv am Regionalen Entwicklungskonzept Schwarzatal mit. Als Brückenbauer zwischen Generationen, Vereinen und Kommunen ist er Vorbild und Leuchtturm für junge Menschen.

Die Batix Software GmbH aus Saalfeld verbindet unternehmerischen Erfolg mit gesellschaftlicher Verantwortung. Ihr Engagement konzentriert sich auf Bildung, Kultur, Sport und Nachhaltigkeit im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt.
Batix unterstützt u. a. die Jugendarbeit des FC Saalfeld e. V., beteiligt sich an Pflanzaktionen des Netzwerks SaaleWirtschaft e. V. und fördert Schulprojekte wie den Grünen Schulgarten. Das Unternehmen bietet Workshops zu Berufsorientierung und Digitalisierung an, organisiert Blutspendeaktionen und stärkt seine Mitarbeitenden in ehrenamtlichen Tätigkeiten, z. B. in der Freiwilligen Feuerwehr.
Auch die regionale Kunst- und Kulturszene profitiert – etwa durch das Projekt Kunst & Code zur Unterstützung lokaler Künstlerinnen und Künstler. Mit diesem breiten Engagement zeigt Batix, dass wirtschaftlicher Erfolg und gesellschaftlicher Zusammenhalt zusammengehören und leistet einen wichtigen Beitrag zu einer lebendigen, resilienten und zukunftsfähigen Region.