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Wir suchen auch für 2023 wieder Engagement Botschafterinnen und Botschafter! Ab sofort bis zum 25. September nehmen wir Vorschläge in vier verschiedenen Kategorien entgegen. Verliehen wird die Auszeichnung auf der Thüringen-Gala am 4. November im Parksaal des Erfurter Steigerwaldstadions.

Die Thüringer Engagement Botschafter machen engagierte Personen und Projekte in ihrer Region sichtbar. 
Selbst jahrelang ehrenamtlich aktiv, werden die Botschafter nicht nur für ihren eigenen Einsatz ausgezeichnet, sondern sollen in ihrer Funktion auch die Aufmerksamkeit für das vielfältige Ehrenamt in Thüringen erhöhen. Sie verstehen sich als Stellvertreter für gutes Engagement und zeigen exemplarisch, was Einzelne bewirken können.   

Die Botschafter werden jährlich zur sogenannten Thüringen Gala mit Gästen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft in Erfurt geehrt.
Die Auszeichnung wird in den drei Kategorien „Einzelperson“, „Unternehmen“ und „Kommunales Engagement“ verliehen. 

Zur Website der Thüringer Engagement Botschafter

Sie kennen jemanden, den Sie als nächsten Botschafter vorschlagen möchten oder Sie möchten sich selbst bewerben? Dann finden Sie hier demnächst das Bewerbungsformular.

Auf unserem Youtube-Kanal finden Sie alle (Video-) Porträts der Engagement Botschafterinnen und Botschafter. 

Rosemarie Fickel zählt zu den dienstältesten Bürgermeisterinnen in Thüringen. Im Jahr 2018 beging sie ihr 30-jähriges Amtsjubiläum als Ortsteilbürgermeisterin der Gemeinde Grabfeld
In Bauerbach ist sie immer an erster Stelle, wenn neue Herausforderungen auftreten. Sie kümmert sich mit viel Herzblut um die Belange im Ort und unterstützt die ansässigen Vereine. 
Das Sportlerheim, ein Kinder- und Jugendtreff, zwei Funktionsgebäude im Naturtheater und nicht zuletzt die Rekonstruktion des historischen Gasthaus-Komplexes mit Theaterscheune und Kegelbahn sind nur einige Beispiele für die Projekte, die mit der Verdienst von Rosemarie Fickel sind.
Rosemarie Fickel kümmert sich auch um Projektförderungen, um immer neue Ideen umzusetzen. Dabei bleibt sie aber stets bescheiden: "Ich als Bürgermeisterin kann nichts allein bewegen, sondern brauche die Menschen im Hintergrund, um unsere Ideen und unsere Visionen gemeinsam umzusetzen."
Ihr ist es außerdem zu verdanken, dass das Schillerhaus in seiner heutigen Form als Museum der Öffentlichkeit zugänglich ist. Im Jahr 2012 gründete sich der Schillerverein Bauerbach e.V., dessen Vorsitz Rosemarie Fickel übernahm.  

Sonja Sellner setzt sich seit über zehn Jahren für Angehörige von Kindern mit unsichtbaren Behinderungen ein.
Sie leiht Betroffenen innerhalb der Selbsthilfegruppe „Inklusionskinder Ostthüringen e.V.“ ihr Ohr. Im Rahmen der Vereinsarbeit setzt sich Sonja Sellner für die Aufklärung der Thematik der unsichtbaren Behinderungen wie Autismus, AD(H)S oder sozial-emotionale
Beeinträchtigungen ein. Sie entwickelte ein Pilotprojekt für Schulen zur Aufklärung über Inklusion, unsichtbare Behinderungen und den Umgang damit.
„Durch unsere Tätigkeiten in der Beratung, Unterstützung und auch in der Selbsthilfegruppe ist es so, dass wir auch andere Menschen dafür begeistern können, selbst aktiv zu werden, denn der Mensch, der von uns Hilfe bekommt, ist wieder ein potenzieller Mensch, der auch Anderen helfen kann“, sagt sie.
Sonja Sellner steht Ratsuchenden Tag und Nacht zur Verfügung, ist auf öffentlichen Veranstaltungen präsent, kümmert sich um die Öffentlichkeitsarbeit und stellt ihre ehrenamtliche Aktivität teilweise sogar vor den persönlichen Alltag.

Auf Grundlage einer Privatinitiative unterstützt die Verwaltungsgemeinschaft Hermsdorf das Projekt „Coronakrise – Die VG hilft“. Einen Teil des Projekts macht die Aktion „Generationen bauen Brücken“ aus.  Dabei sollen Kinder und ältere Menschen durch gegenseitiges Briefeschreiben zusammengeführt werden. So können beide Generationen auch ohne persönliche Begegnung Kontakt aufnehmen, gegenseitig Geschichten und Erlebnisse kommunizieren und damit Einsamkeit und Verlassenheit entgegenwirken. Bislang sind aus der Initiative 30  Brieffreundschaften entstanden.

Die Jahn GmbH als Familienunternehmen ist heute eine der größten handwerklichen Tischlereien in Ostthüringen und beschäftigt rund 100 Mitarbeiter. 
Sozial, dem christlichen Menschenbild verpflichtet und regional vielfältig engagiert - so könnte man den Geschäftsführer Georg Jahn beschreiben. "Ich weiß, dass ich allein diese Welt nicht verändern kann. Aber ich weiß, dass ich an dem Platz, an den mich Jesus Christus gebracht hat, Hilfe leisten kann, verändern kann und die Menschen um mich herum begeistern kann", sagt er. 
Seit 2004 ist er Obermeister der Innung des holz- und kunststoffverarbeitenden Handwerks Saalfeld-Rudolstadt-Pößneck, gehört seit 2005 dem Vorstand der Kreishandwerkerschaft an und bekleidet seit 2016 das Amt des Kreishandwerksmeisters. 
Maßgeblich war er auch am Wiederaufbau des Handballsportvereins Bad Blankenburg beteiligt und hatte diesen als Präsident aus der Verbandsklasse bis in die 3. Bundesliga geführt. 
Zudem engagiert er sich als gläubiger Christ seit über 30 Jahren als Gemeindekirchenrat in der evangelisch-lutherischen Kirchgemeinde "St. Nicolai" in Bad Blankenburg.

Insbesondere durch das Engagement unserer Preisträgerin Selina Dauer konnte der Ehrenamts-Stammtisch der Einheitsgemeinde Römhild ins Leben gerufen werden. Dort managt sie die Geschicke von rund 65 Vereinen aus Südthüringen. Gerade während der Corona-Pandemie zahlte sich das vorhandene Netzwerk aus. So konnten eine Helferbörse für die gesamte Region und mehrere Informationsrunden zum Thema „Förderung in Vereinen“ organisiert werden. Die Initiative des Ehrenamts-Stammtisches trägt bereits Früchte und wird in drei weiteren Gemeinden umgesetzt.

Selina Dauer ist zudem Vorsitzende des Schutz- und Gebrauchshundesportverein Haina. Neben ihrer Mitgliedschaft im Kirmesverein Haina und im Karnevalsverein Gleichamberg konnte sie den Grabfeld-Karneval mit ins Leben rufen, bei dem sich die Karnevalsvereine der Landkreise Schmalkalden-Meiningen und Hildburghausen jährlich zu einer gemeinsamen Sitzung treffen. Auch hier ist sie Vorsitzende und kümmert sich um alle Belange im Sinne der Veranstaltungen.

Als Ortsteilbürgermeister von Toba ist Denis Seidenstücker seit dem Jahr 2016 für seinen Ortsteil in der Gemeinde Helbedündorf im Kyffhäuserkreis zuständig und wurde vor einem Jahr in den Gemeinderat gewählt. In seiner Amtszeit sorgte er dafür, dass das ehemalige Sportlerheim am Sportplatz nun als Bürgerhaus genutzt werden kann. Hierfür wurden in Eigeninitiative Wände hochgezogen, eine Bühne gebaut und ein Veranstaltungssaal für rund 30 Gäste geschaffen. Denis Seidenstücker ist außerdem Präsident und stellvertretender Wehrleiter des Tobaer Feuerwehrvereins und aktives Mitglied im Klosterverein Dietenborn.

Nicht zuletzt kümmert sich Denis Seidenstücker um Berichterstattungen zum Ortsgeschehen in der Presse. Regelmäßig verfasst er Dokumentationen zu Aktionen von Ehrenamtlichen und findet stets anerkennende Wort für sie.

Albrecht Gölz, Abteilungsleiter für kontinuierliche Verbesserung der Robert Bosch Fahrzeugelektrik Eisenach GmbH, kann als Vater des „Thüringer Berufswahl-Siegels“ bezeichnet werden. Im Jahr 2003 entstand die Idee, ein Siegel für gelungene berufliche Orientierung an Schulen zu entwickeln. Mit dem Siegel werden Schulen ausgezeichnet, denen es im besonderen Maße gelingt, praxisnah und fächerübergreifend berufliche Orientierung umzusetzen. Anhand anerkannter Qualitätskriterien werden seit 2005 Thüringer Schulen mit dem mittlerweile bundesweit anerkannten Siegel ausgezeichnet. Aktuell tragen 71 allgemeinbildende Schulen (Förderzentren, Regelschulen, Gemeinschaftsschulen und Gymnasien) das Thüringer Berufswahl-Siegel. Außerdem ist Albrecht Gölz ehrenamtlicher Vorstand von „SCHULEWIRTSCHAFT Thüringen“ und vertritt die Unternehmensperspektive bei der beruflichen Orientierung junger Menschen und deren Übergang von der Schule in die Ausbildung bzw. ins Studium.

Marcel Greunke dürfte einer der jüngsten Bürgermeister Thüringens sein und ist darüber hinaus in diversen Vereinen aktiv. Im Rahmen der Thüringen Gala 2019 wurde Marcel Greunke als einer der drei Thüringer Engagement Botschafter 2020, stellvertretend für alle Ehrenamtlichen die in Thüringen tätig sind, ausgezeichnet und ernannt. 

Marcel Greunke wurde 2004 mit 19 Jahren Mitglied des Gemeinderates und Mitglied des Hauptausschusses. Darüber hinaus koordinierte er von 2010 bis 2012 als Kreisjugendfeuerwehrwart die Nachwuchsarbeit der Jugendfeuerwehren im Altenburger Land.
Seit 2012 ist Marcel Greunke Bürgermeister von Ponitz und seit Februar 2014 Vorsitzender des Kreisverbandes Gößnitz-Ponitz.

"Seit 16 Jahren engagiert er sich in der Freiwilligen Feuerwehr Ponitz. Als leidenschaftlicher Planer und Organisierer hat er im Jugendclub Ponitz, bei der Feuerwehr, den Zschöpeler Heimatfreunden und den Faschingsfreunden eine Vielzahl von Veranstaltungen ins Leben gerufen. Leidenschaftlich setzt er sich für die Belange und zum Nutzen der Gemeinde ein.“
Bisher erreicht wurden z.B. die Verhinderung der Grundschulschließung in Ponitz; die Etablierung diverser Feiern und Feste in Ponitz und der Nachbargemeinden; die Aufwertung des Kindergartens, des Spielplatzes und des Dorfzentrums von Ponitz; die Neukonzeptionierung des Weihnachtsmarktes sowie die Vorbereitung der 760-Jahr-Feier des Ortes im Jahr 2014. Sein Engagement hat nachhaltige Auswirkungen auf die Gemeinde Ponitz und der Nachbargemeinden: Der Ort wird attraktiver für Familien mit Kindern; Feiern und Feste stärken die Dorfgemeinschaft; Versuche, den Ort (mit Renaissanceschloss und Friedenskirche) auch für Kulturtouristen attraktiv zu machen.

Uta Krispin leitet im Forstamt Arnstadt das Revier Erfurt. Im Rahmen der Thüringen Gala 2019 wurde Uta Krispin als eine der drei Thüringer Engagement BotschafterInnen 2020, stellvertretend für alle Ehrenamtlichen die in Thüringen tätig sind, ausgezeichnet.  

Über ihre beruflichen Verpflichtungen hinaus engagiert sich Uta Krispin seit vielen Jahren ehrenamtlich im Förderverein des historischen Forsthauses Willrode. Sie organisiert dort zahlreiche öffentliche Veranstaltungen und ist die „gute Seele“ des Backhauses, in dem der Ofen mindestens an einem Sonntag im Monat angeheizt wird. Den altdeutschen Backofen und passende Rezepte kennt Uta Krispin inzwischen wohl so gut wie kaum ein anderer. Ihr Einsatz und ihre kommunikative Art haben über einen langen Zeitraum geholfen, das Forsthaus mit Leben zu erfüllen und es zu einem festen Teil des Erfurter Umlandes werden zu lassen. Ihrem Engagement ist es zu verdanken, dass das alte Jagdgut und Schlösschen Willroda wieder aufgebaut wurde. Zu den monatlichen Veranstaltungen und dem seit 1995 in Willrode veranstaltetem Tag des offenen Denkmals kann immer fest auf Uta Krispin gezählt werden. Die hauptberufliche Revierförsterin engagiert sich neben ihrer Arbeit auch für die Umweltbildung, hat gute Kontakte zum Erfurter Waldkindergarten sowie zu Schulklassen, die zum Beispiel regelmäßig zu Projekttagen ins Forsthaus kommen.
Darüber hinaus vertritt sie in den Arbeitskreisen Waldpädagogik, Frauen und Senioren des Bundes deutscher Forstleute e. V. die Thüringer Interessen und arbeitet im BDF-Landesvorstand Thüringen mit, bei dem sie verantwortlich ist für Gleichstellungsfragen, Senioren und Waldpädagogik.

Frank Baumgarten ist Vorsitzender der Stiftung Landleben und Vorstand der Agrargenossenschaft e.G. Kirchheilingen. Im Rahmen der Thüringen Gala 2019 wurde Frank Baumgarten als einer der drei Thüringer Engagement Botschafter 2020, stellvertretend für alle Ehrenamtlichen die in Thüringen tätig sind, ernannt und ausgezeichnet.  
Stiftung Landleben und die Agrargenossenschaft e.G. Kirchheilingen leisten seit nunmehr als 20 Jahren umweltorientiertes sowie sozial und familiär angelegtes Engagement in Kirchheilingen und Umgebung. 

"Unser Land ist unser Lebensraum. Das Unternehmen arbeitet dafür, dass dieser Raum und diese   Landschaft gepflegt und gesund an kommende Generationen übergeben werden können: mit fruchtbaren Böden, blühenden Wiesen, sauberen Bächen und gesunden Tieren. Weiterhin ist es wichtig, den Menschen zu zeigen, wo die Produkte herkommen, welche sie im Supermarkt kaufen und über die aktuell prekäre finanzielle Lage landwirtschaftlicher Betriebe (Milch- und Fleischpreise bereits seit Jahren auf Verlustpreisen für die Erzeuger) und deren Ursachen hinzuweisen, damit hoffentlich bald zukunftsweisende Konzepte zum Erhalt der landwirtschaftlichen Betriebe realisiert werden können."


 


Die Ehrennadel ist an die Gestaltung der Preisfigur des Thüringer Engagement-Preis, angelehnt. Sie besteht aus 925 Sterlingsilber.

ENTWURF & GESTALTUNG:
Dipl. Designer Florian Schmigalle, Erfurt
www.florian-schmigalle.de
in Zusammenarbeit mit:
Silberschiedmeister Johannes Kaiser, Erfurt

KAUTSCHUKMODELL & GUSSARBEITEN:
Goldschmiedemeister und Restaurator Ekkehart Schenk, Saalfeld.

SILBER & ENDVERARBEITUNG:
Goldschiedemeisterin Franziska Kraft, Erfurt
www.kraftschmuck.de