Sonderfonds für Vereine in Not

Besonders kleine und ländliche Vereine sind auch weiterhin von den Auswirkungen der Corona-Pandemie betroffen. Um die Existenzbedrohung von diesen für den Freistaat Thüringen so wichtigen Vereinen abzuwenden, legte die Thüringer Ehrenamtsstiftung den „Sonderfonds für Vereine in Not“ in diesem Jahr mit einer Gesamthöhe von 300.000 € neu auf. Vereine, die aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie finanziell in eine existenzbedrohende Lage geraten sind, konnten so bis zu 4.000 € zur Deckung ihrer laufenden Kosten beantragen. 2020 stellte die Stiftung auf Beschluss des Thüringer Landtags bereits 500.000 € zur Verfügung.

Nach mittlerweile vier Monaten Laufzeit sind bei der Stiftung rund 240 Anträge eingegangen, in denen über 600.000 € beantragt wurden.

Da uns täglich noch neue Anträge erreichen, müssen wir Sie jedoch bitten, aktuell keine neuen Anträge zum Thema „Vereine in Not“ in der Geschäftsstelle der Thüringer Ehrenamtsstiftung einzureichen.

Wir werden weiterhin unser Bestes geben, auch die restlichen vorhandenen Anträge so schnell wie möglich zu bearbeiten.

Auf diesem Weg möchten wir uns nochmals bei allen engagierten Personen bedanken, die in dieser schweren Zeit durchhalten und durchgehalten haben, um den Vereinsbetrieb trotz aller Widrigkeiten am Laufen zu halten – Ihr Einsatz ist von unschätzbarem Wert für unsere Gesellschaft.

Kontakt:

Thüringer Ehrenamtsstiftung
Löberwallgraben 8, 99096 Erfurt
Tel.: 0361/65 73 66 2 oder -61
Mail: sonderfonds@thueringer-ehrenamtsstiftung.de

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Zuwendungsempfänger
Antragsberechtigt sind gemeinnützig anerkannte Organisationen oder solche mit ausgewiesenem mildtätigen, kirchlichen und/oder religiösen Zweck

  • mit Sitz in Thüringen
  • die nicht über hauptamtliches Personal verfügen
  • die keinen laufenden wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb ausführen
  • die nicht über Rücklagen verfügen, um den finanziellen Engpass zu überbrücken
  • die keine weiteren Förderungen aus anderen Hilfsfonds zur Bewältigung der Corona-Pandemie beantragt oder erhalten haben

Gegenstand der Förderung
Förderfähige, unabdingbare Kosten:

  • Anteilige Kosten für Miete und Pacht, Strom, Nebenkosten
  • Internet- und Telefongebühren
  • Versicherung
  • Verbrauchsmaterial, z.B. Büromaterial, Portokosten
  • Mitgliedsbeiträge in Dachorganisationen
  • Maßnahmen zur digitalen Mitgliederverwaltung, z.B. Lizenzen für Vereinssoftware
  • Kosten für Instandhaltungen (bis 800,- Euro brutto)
  • Stornokosten für Veranstaltungen
  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Kosten für bereits in Auftrag gegebene und durch die Pandemie abgesagte Projekte (Storno- und Reisekosten, Ausfallhonorare, Werbung, Sachkosten o.ä.)

Gegenzurechnende Einnahmen:

  • Einnahmen aus Eintritten, Veranstaltungen und Verkäufen
  • Spenden
  • Miet- und Pachteinnahmen
  • Gewinne und Preisgelder
  • Fördermittel aus den Landkreisen und Kreisfreien Städten, Stadt- oder Gemeindeverwaltung und weiterer Fördermittelgeber
  • Mitgliedsbeiträge

Der finanzielle Engpass als erstattungsfähiger Betrag errechnet sich aus der Differenz von tatsächlichen Einnahmen abzüglich unabdingbarer Kosten.

Der zeitlich befristete Sonderfonds für Vereine in Not dient dazu, finanzielle Engpässe abzufedern, um die Handlungsfähigkeit auch kleinster zivilgesellschaftlicher Organisationen sicherzustellen. Dies ist für ein funktionierendes Gemeinwesen auch nach der Krise von entscheidender Bedeutung.

Der Sonderfonds für Vereine in Not zielt auf die Beseitigung einer Existenzbedrohung in Folge finanzieller Engpässe ab. Eine allgemeine Kompensation entgangener Einnahmen ist dagegen nicht vorgesehen und damit auch nicht förderfähig.

Ein Zahlungsengpass liegt erst dann vor, wenn Vereine Verbindlichkeiten zu befriedigen haben, für deren Begleichung absehbar keine ausreichenden Mittel zur Verfügung stehen. Anträge, die sich auf Zahlungsengpässe beziehen, die vor dem 1. Januar 2021 entstanden sind, sind ebenfalls nicht förderfähig.