Gelungene Impulsveranstaltung der Initiative W.I.R.

03.03.2015 11:22

Die Thüringer Ehrenamtsstiftung und Unternehmer aus der Wartburgregion präsentieren gemeinsam mit Schulen und Jugendeinrichtungen die begonnen Projekte

Michel Wetzel, Sven Lindig, Christian Wittrich

Landrat Reinhard Krebs, Salvatore Musso, Dr. Volker Düssel

Dr. Volker Düssel, Mike Noack

Mitglieder der Initiative W.I.R.

Unter der Schirmherrschaft von Reinhard Krebs, Landrat des Wartburgkreises, fand das erste Impulstreffen der Initiative  „W.I.R. – Wünsche formulieren. Ideen entwickeln. Region stärken“ am 26. Februar 2015 in der Kulturscheune in Gumpelstadt statt. Hier hatte vor einem Jahr bereits die Auftaktveranstaltung stattgefunden.

Die Thüringer Ehrenamtsstiftung zeigte zu Beginn den Film, der bei der Auftaktveranstaltung gedreht wurde. Landrat Krebs bestärkte damals die Unternehmen darin, das Mögliche und Machbare anzugehen, um Fachkräfte zu gewinnen und zu sichern.

Ein Jahr später ziehen die neun Unternehmer Bilanz, die während dieser Zeit das Wertvollste zur Verfügung stellen: ihre ZEIT! Das eigens formulierte Leitbild bringt es auf den Punkt: Die Initiative W.I.R. bildet den Rahmen für Begegnungen und Projekte zwischen Jugendlichen und mittelständischen Unternehmen in der Wartburgregion. Die konkreten Handlungen ergeben sich aus dem Dialog und können auf Wünschen der Jugend für sich, ihre Gemeinschaft oder Einrichtung basieren, idealerweise zum Nutzen der ganzen Region.

In der Gesprächsrunde, moderiert durch den Vorstand der Thüringer Ehrenamtsstiftung Dr. Volker Düssel, berichteten die Teilnehmer von ihren Motivationen, Erwartungen und Ergebnissen. Sven Lindig, Geschäftsführer LINDIG Fördertechnik GmbH aus Krauthausen, war der Mann der 1. Stunde im Wartburgkreis. Durch Lutz Frischmann, Geschäftsführer Frischmann Kunststoffe GmbH aus Eisfeld und Sprecher der Pilotregion Südthüringen, kam er zu „Verantwortungspartner Thüringen“. Gemeinsam mit  Salvatore Musso, Geschäftsführer Oerlikon Metco Woka GmbH in Barchfeld, sind sie die Initiativkreissprecher der Wartburgregion.

Salvatore Musso beschreibt seine Arbeit in der W.I.R. Initiative als sehr spannend: „Es ist eine erfüllende und gute Abwechslung zum Unternehmeralltag und es macht obendrein sehr viel Spaß, den Jugendlichen einfach mal zu zuhören.“ Für Christian Wittrich (BSS Business Software Solution GmbH aus Eisenach) ist es eine tolle Form, mit der Jugend in Kontakt zu treten und eine einmalige Gelegenheit, viele anzusprechen und sie zum Hierbleiben zu ermutigen.

Landrat Reinhard Krebs lobt die Arbeit der Unternehmer sehr, denn „… der Wartburgkreis stünde nicht so gut da, wenn es die Unternehmer nicht gäbe. Es ist fantastisch, was Unternehmer in die Hand genommen haben.“ Direktor Mike Noack (Dr. Sulzberger Gymnasium Bad Salzungen) steht mit seiner Schule noch ganz am Anfang in der Initiative W.I.R., aber es gibt sehr viele Ideen und Konzepte und er verspricht sich sehr viel für seine Schüler und die Schule. Michael Wetzel (Betreuer im Jugendfreizeitzentrum Allendorf in Bad Salzungen) freut sich sehr darüber, dass W.I.R. die Jugend da abholt, wo sie ihre Freizeit verbringt. Die Zusammenarbeit mit Jugendeinrichtungen ist auch neu für die Träger der Einrichtungen, denn in der Vergangenheit kamen „Unternehmer nicht auf uns zu und wollten uns helfen".

Auf die Frage, wie die Podiumsteilnehmer auch anderen Unternehmen, Schulen und Jugendeinrichtungen die Mitarbeit in der Initiative W.I.R. empfehlen wollen, betonte Salvatore Musso, „dass die Unternehmer umdenken müssen, aufhören zu jammern, denn die Unternehmen sind es, die sich bei den Jugendlichen bewerben müssen. Es gibt Potenziale und einen großen Pool an orientierungslosen Jugendlichen - und da müssen wir ansetzen!“

Udo Schilling, Bürgermeister von Gumpelstadt, ist begeistert von der Arbeit dieses entstehenden Netzwerkes und wünscht sich, dass es weiter wächst. Er empfiehlt der Jugend, „sich mit solchen Netzwerken zu verbinden, um eine ordentliche Infrastruktur in der Region zu schaffen. Genau durch solche Netzwerke wird die Zugehörigkeit in der Region und die Heimatverbundenheit gefördert".

Auch Marion Seeber, Vizepräsidentin des Landessportbundes Thüringen e.V., die aus dem Projekt „Verantwortungspartner Thüringen“ heraus gemeinsam mit Thüringer Ehrenamtsstiftung, dem Kreissportbund Hildburghausen e.V., einigen Unternehmen der Region Südthüringen, der Mittelstands-Akademie Suhl und dem Landessportbund Thüringen e.V. das Projekt „Ausbildung von Sporthelfern in Thüringen“ im Sommer 2013 gestartet hat, bestätigt aus Erfahrung, „dass Unternehmen gern mitmachen, denn auch Unternehmer wollen junge Menschen in den Firmen, die sich engagieren.“ Ziel ist es, Schülern im Alter von 14 bis 17 Jahren während ihrer Schulzeit zum Sporthelfer bzw. später zum lizenzierten Übungsleiter auszubilden, damit sie ehrenamtlich in einem Sportverein, einer Kindertageseinrichtung, einer Grundschule oder an der eigenen Schule tätig werden können. Die Ausbildungskosten für die zukünftigen Sporthelfer werden von den Unternehmen übernommen.

Ernst Haberland, Gründer der Mittelstandsakademie Made in Thüringen in Suhl und Initiativkreissprecher der Pilotregion Südthüringen, bestärkte die anwesenden Partner mit einem kurzen Einblick in die Schülerprojekte in Südthüringen und betonte, dass sich diese Kontinuität und die Gespräche auf Augenhöhe lohnen.

Abschließend unterzeichneten alle bisherigen Partner der Initiative W.I.R einen RollUp und bekannten sich zur weiteren Zusammenarbeit.

 

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