Thüringer des Monats Mai

03.06.2019 10:37

Herzlichen Glückwunsch! Olaf Braun aus Wutha-Farnroda ist Thüringer des Monats Mai.

Sein Herz und sein ganzes Engagement gehören dem Deutschen Roten Kreuz, seit er 1976 junger Sanitäter wurde. „Das war der Beginn einer nun über 40 Jahre dauernden tiefen Freundschaft“, erinnert sich Olaf Braun auch mit etwas Stolz. Und gleichzeitig widmet er die Auszeichnung als „Thüringer des Monats“ dem gesamten Team von rund 80 ehrenamtlichen Helfern, für die er als Kreisbereitschaftsleiter des DRK in Eisenach die Verantwortung trägt. „Sie helfen alle gern. Es muss keiner, sie wollen alle – das macht das Team aus.“ Eine Rettungshundestaffel sucht vermisste oder orientierungslose Personen, die Bergwacht kommt in unwegsamem Gelände zum Einsatz und der Sanitätsdienst betreut zum Beispiel Menschen, die ihre Häuser nach einem Brand verlassen mussten.


Stellvertretend für das ganze Team gibt Martina Zwetzschke den Dank an ihren Chef gern zurück: „Der Olaf ist für uns wie so ein Papi. Er hat uns alle im Blick, keiner ist hintenan gestellt. Wir fühlen uns wohl bei ihm. Was er sagt hat Hand und Fuß und er hat einen großen Wissensfundus. Er fördert uns, fordert uns und lebt uns aber auch alles vor.“
Seinen bisher größten Einsatz hatte Olaf Braun im Jahr 2002 beim Elbe-Hochwasser in der Nähe von Torgau. Dort haben die Eisenacher eine Woche lang 50 Anwohner versorgt, die ihre Häuser verlassen mussten. Außerdem waren sie in diesem Zeitraum für die Essenversorgung zuständig und haben pro Mahlzeit 300 bis 400 Portionen zubereitet.
Auch bei Großveranstaltungen wie dem Eisenacher Sommergewinn und dem GutsMuths Rennsteiglauf ist Olaf Braun mit seinen Eisenacher DRK-Helferinnen und –Helfern immer zur Stelle – falls etwas passiert und auch um die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum Beispiel mit heißem Tee zu versorgen. Auch bei der traditionellen Kloßparty am Abend vor dem Rennsteig-Supermarathon ist das DRK mit zur Stelle um die frisch gekochten Klöße an die Läuferinnen und Läufer zu verteilen. Der Rennsteiglauf ist immer ein Highlight, sagt Olaf Braun: „Ich habe Hochachtung vor all denjenigen, die am Samstagmorgen um 6 Uhr starten, um eine ganz, ganz weite Strecke durch den Thüringer Wald zu laufen. Und ich bin gern bereit, morgens da zu sein für alle Fälle.“
Dazu kommen noch eine Reihe kleinerer Veranstaltungen wie zum Beispiel Konzerte auf der Wartburg. Viele der Helfer sind fast jedes Wochenende im Einsatz, da komme das Team an seine Kapazitätsgrenzen, sagt Olaf Braun. Er wünscht sich, dass zum Beispiel bei kleineren Sportveranstaltungen Vereine oder Schulen ihre eigenen ausgebildeten Ersthelfer einsetzen. Denn die DRK-Helfer haben wie der 53-jährige Familienvater auch noch ihren Job und müssen Wochenende für Wochenende ihre Freizeit opfern. Olaf Braun ist Teamleiter bei den Thüringer Energienetzen  -ein Tochterunternehmen der Thüringer Energie AG. Er freut sich, dass das Unternehmen „seit je her ehrenamtliche Arbeit unterstützt, teils finanziell, teils dadurch, dass Mitarbeiter dafür auch mal freigestellt werden.“ Und froh ist unser Thüringer des Monats über die Unterstützung durch seine Familie – seine Frau Silke, die ihm „den Rücken frei hält“ und seine erwachsenen Kinder Franziska und Philipp, die sich selbst ehrenamtlich engagieren.
Für den Sozialdezernenten der Stadt Eisenach, Ingo Wachtmeister, ist Olaf Braun ein Mann wie ein Fels in der Brandung, der das Netzwerk der Ehrenamtlichen zusammenhält und weit über den eigenen Job hinausdenkt. Deshalb ist er eine ganz besondere Person, auf die die Stadt stolz sein kann.
Und das wird wohl zum Glück auch noch eine Weile so bleiben: Olaf Braun will sich jeweils für eine weitere Wahlperiode als Kreisbereitschaftsleiter des DRK und auf Landesebene als Fachbereichsleiter Sanitätsdienst zur Wahl stellen. „Und ich bin gespannt, welche Herausforderungen da auf mich warten.“