Thüringer des Monats Dezember

10.12.2018 11:23

Andrea Walther-Hänel aus Gera ist unsere Thüringerin des Monats Dezember.

Als Vize-Präsidentin des Rotaract Clubs Gera setzt sie sich ehrenamtlich für Kinder ein, die es im Elternhaus schwer hatten. Entweder man ist sozial eingestellt oder nicht", sagt Andrea Walther-Hänel ganz lapidar auf die Frage, warum sie sich in so vielen Projekten engagiert. Kinderheim, Hospiz, Blutspende oder Bäume pflanzen - beinahe monatlich steht für die junge Frau ein Projekt auf dem Plan. Dafür wurde sie jetzt als Thüringerin des Monats Dezember ausgezeichnet. Seit vier Jahren geht Andrea Walther-Hänel in die Spur und putzt bei Sponsoren für "ihre" Projekte die Klinken. Los ging es mit etwa 1.000 Euro. In diesem Jahr kommt sie auf fast 10.000 Euro. Ein Sponsor hat sie nämlich noch während der Auszeichnung zur "Thüringerin des Monates Dezember" mit einem Rekordbetrag von 4.500 Euro überrascht. "Das ist fantastisch, wenn ich sehe, wie sich das entwickelt hat", ist die junge Geraerin ganz stolz. Denn für 120 Heimkinder und die rund 25 Kinder, die im Frauenhaus leben - da brauche es schon ein paar Euro, um eine schöne Aktion stemmen zu können. Die Freude der Kinder ist ihr Dank genug.

Uneigennützig, ehrgeizig, ausdauernd, überzeugend - all das fällt den Sponsoren ein, wenn sie an die kleine Powerfrau denken. Für Andrea Walther-Hänel ist ihr Engagement ganz selbstverständlich. Die 29-Jährige möchte Kindern, die es mit ihrem Elternhaus nicht so gut getroffen haben, gern schöne Erlebnisse bescheren. Daneben engagiert sie sich für das Hospiz St. Marien in Erfurt - kocht dort jedes Jahr ein Weihnachtsessen und sammelt Sachspenden. Auch beim Blutspendedienst kocht sie und betreut Spender, organisiert jährlich eine großangelegte Baumpflanzaktion gemeinsam mit den Geraer Heimkindern oder sammelt Geld, beispielsweise fürs Tierheim. "Etwa ein Projekt pro Monat steht an", erzählt sie. Vieles davon organisiert sie als Vize-Präsidentin des Rotaract Clubs Gera gemeinsam mit anderen Vereinsmitgliedern. Die Weihnachtsüberraschung für die Kinder organisiert sie aber selbst. Und die nächste Idee steht schon in den Startlöchern: "Mein Herzenswunsch ist es, einen Verein zu gründen, der Menschen hilft, die auf dem ersten Arbeitsmarkt keine oder nur wenige Chancen haben." Das werde hier gebraucht, ist sie sich sicher. "Anderen zu helfen, das ist meine Erfüllung. Das ist mein Hobby wie für andere in der Kneipe sitzen oder Dart spielen", sagt Andrea Walther-Hänel. Nach der Sammelaktion für die Weihnachtsüberraschung kehrt nun erstmal ein bisschen Ruhe in ihr Leben ein. Doch spätestens im März geht es wieder richtig rund, wenn sie gemeinsam mit den Heimkindern wieder 100 Bäume pflanzt.

Beitrag des MDR: https://bit.ly/2E8WjDY


Jeder Thüringer des Monats von 2018 hat die Chance auf diese besondere Auszeichnung: Thüringer des Jahres. Die Gewinnerin oder der Gewinner erhält von der Thüringer Ehrenamtsstiftung eine Geldzuwendung in Höhe von 2.000 Euro, die oder der Zweitplatzierte in Höhe von 1.500 Euro, für den dritten Platz winken 1.000 Euro, jeweils für die Organisation oder den Verein des Preisträgers. Bis 15. Dezember können Sie für den Thüringer des Jahres abstimmen: https://bit.ly/2EmUynt