Thüringer des Monats

02.09.2019 10:26

Herzlichen Glückwunsch! Robert Kaden aus Jena ist Thüringer des Monats August

Die Überraschung ist geglückt! Robert Kaden ahnt nichts, als er zum Bootshaus an der Saale geradelt kommt. Seine Vereinsfreunde haben ihn unter einem Vorwand hergelockt. Doch kein Arbeitseinsatz steht auf dem Programm, sondern seine Ehrung! Sina Reeder vom MDR THÜRINGEN lüftet das Geheimnis. Sie überreicht ihm die Urkunde für den "Thüringer des Monats", ein Radio als Geschenk und einen Scheck über 500 Euro. Absolut verdient, diese Auszeichnung, zeigt auch der Applaus der umstehenden Gäste: Vereinsmitglieder, seine Eltern, Vertreter der Stadt und natürlich sind auch viele seiner Schützlinge gekommen, um zu gratulieren. Auch Trainer Bernd Schade, der Robert einst für's Wildwasser-Slalom fit gemacht hat. Im Wildwasser fahren, anfangs sei das Robert nicht leicht gefallen. Aber er habe sich durchgebissen, was überhaupt eine seiner Stärken sei, so Bernd Schade.


Das Wasser ist sein Element! Mit neun Jahren habe er angefangen und sei Paddler geworden, weil er nicht so gut schwimmen konnte, erzählt Robert. Er hatte deshalb lieber ein Boot dabei. Als Jugendlicher schaffte er es fast in die Junioren-Nationalmannschaft. Inzwischen gibt Robert Kaden seine Erfahrungen gern weiter im Jugend- und Juniorenbereich. Viermal pro Woche trainiert er mit den 15 bis 18 Jahre alten Mädchen und Jungen im Slalom-Parcour auf der Saale. Einmal wöchentlich fahren sie zur Wildwasserstrecke nach Markkleeberg. Seine Schützlinge belegen regelmäßig Spitzenplätze bei Thüringer und Deutschen Meisterschaften sowie beim Internationalen Hallenslalom in Gera. Im vergangenen Jahr erst gewannen die Mädchen die Deutsche Meisterschaft als Team.


Auf ihren Trainer lassen die Jugendlichen nichts kommen. Er sei fair, kritisiere, wo nötig und lobe, wenn etwas gut gelaufen ist. Robert Kaden sei mehr nur als ein Trainer - ein guter Freund. Für ihn gehen die Mädchen und Jungen durch dick und dünn. Auch weil sie viel gemeinsam unternehmen, außerhalb der Trainingszeiten. Radtouren oder klettern in der Boulderhalle zum Beispiel. Robert Kaden organisiert Trainingslager im In- und Ausland. In den letzten Sommerferien ging's nach Frankreich. Dafür opfert der Wirtschaftsingenieur, der als Disponent arbeitet, Urlaubstage und viel Freizeit, verbringt quasi jede freie Minute mit seiner Mannschaft.


Auch im Vereinsvorstand ist Robert Kaden engagiert. Er legt mit Hand an beim Instandhalten des Bootshauses an der Saale und bei der Pflege der Kanus. Nach den Wildwasserfahrten müssen sie immer wieder geklebt werden. Das will gelernt sein. Oft genug übernimmt der Trainer auch diesen Job. Zum Glück ist Kanu-Slalom eine Sommersportart. Im Winter sei es dann etwas ruhiger, sagt Robert. Inzwischen hat er das T-Shirt gegen den Neoprenanzug getauscht und sein Boot geholt. Wenn schon alle da sind, wird auch noch ein Stündchen trainiert. Schließlich stehen in drei Wochen die Deutschen Meisterschaften der Jugend und Junioren in Hohenlimburg in Nordrhein-Westfalen an.