Thüringerin des Montas Oktober

30.10.2017 11:11

Die Thüringerin des Monats ist Monika Hanson aus Jena. Seit mehreren Jahren betreut sie ehrenamtlich die Patienten der neurochirurgischen Ambulanz im Uniklinikum.

Bild: mdr

Ärzte, Pfleger, Krankenschwestern und vor allen Dingen die Patientinnen und Patienten sind "Schwester Monika" sehr dankbar für ihre Arbeit. Sie übernimmt alle Aufgaben im Team, ist mindestens drei Mal in der Woche zum Dienst eingeteilt und auch bei Engpässen in der Urlaubszeit immer zur Stelle.

Das Besondere: Monika Hanson arbeitet unentgeltlich. "Es ist mir ein Bedürfnis und ich bin einfach dankbar dafür, dass ich gesund bin und diese Arbeit noch leisten kann", sagt die 69-Jährige, die vor fast 50 Jahren in Halle ihr Staatsexamen als Säuglingskrankenschwester bestanden hat. Sie erinnert dabei an Erich Kästners berühmten Satz, dass es nichts Gutes gebe, außer man tue es. Und sie fügt hinzu:

"Beruf ist nicht wie es heute immer gesagt wird 'mein Job'. Beruf war für mich immer Berufung."

Seit 23 Jahren ist Monika Hanson jetzt in Jena und weiß genau, was in der Ambulanz zu tun ist. Nach dem Eintritt ins Rentenalter hat sie zunächst für 18 Monate im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes weiter gearbeitet. Und sie ist sehr froh darüber, dass sich Klinikdirektor Professor Rolf Kalff dafür eingesetzt hat, dass sie auch danach noch weiter machen konnte.

"Schwester Monika ist die gute Seele unserer Ambulanz und unserer Sprechstunde", sagt Oberarzt Dr. Jan Walter. "Das spiegelt sich im gesamten Team wider und vermittelt eine ausgesprochen warmherzige und patientenorientierte Atmosphäre."

Einer der langjährigen Patienten in der Ambulanz, der Monika Hanson für ihre freundliche und hilfsbereite Art einfach mal Danke sagen wollte, ist Gunther Tobisch aus Hainspitz im Saale-Holzland-Kreis. "Sie hat immer ein Lächeln auf den Lippen und findet wenn nötig auch tröstende Worte für die Patienten", sagt er.
"Schwester Monika" nimmt sich auch ganz bewusst Zeit für die Patienten, hört einfach mal zu, wenn sie über ihre Sorgen sprechen wollen. Lange Jahre hatte Monika Hanson ihren schwer kranken Mann selbst gepflegt, nun ist die Ambulanz für sie auch so etwas wie eine Familie, für die sie immer da ist, außer wenn die eigene Tochter und ihr Enkelkind ihre Unterstützung benötigen. "Das hat dann schon Priorität", sagt sie.

Aber ganz ohne die ehrenamtliche Arbeit im Klinikum könnte sie nicht auskommen, "Das ist mein Lebenselixier. - Das Feedback, das zurückkommt von Patienten und Kollegen ist einfach schön", sagt Monika Hanson.

Gern möchte sie mit ihrem Engagement ein kleines bisschen von dieser Dankbarkeit zurückgeben. Gerade in einer Zeit, in der Dankbarkeit nichts Alltägliches mehr ist. Und sie möchte auch gern noch weiter machen mit der Arbeit in der neurochirurgischen Ambulanz, so lange sie gebraucht wird und so lange es ihr gut geht.