Thüringer des Monats Januar 2015

02.02.2015 10:08

Eberhard Mann aus Benshausen bei Zella-Mehlis ist unser Thüringer des Monats Januar.

Foto: mdr

Seit vier Jahrzehnten ist Eberhard Mann ein Tausendsassa in seinem Ort und aus dem Gemeindeleben nicht wegzudenken. Der 75-Jährige ist Karnevalist, Heimatfreund, Wanderfreund und in unzähligen Ehrenämtern aktiv. Dabei ist er seit zehn Jahren Rentner und könnte längst die Beine hochlegen, doch er denkt gar nicht daran. „Es macht mir Spaß, und solange es Spaß macht, bleibt man dabei“, sagt Eberhard Mann. Und er hofft, dass das die Gesundheit noch lange zulässt. Er ist einer der Väter des Benshäuser Karnevals, war 16 Jahre lang Sitzungspräsident des Karnevalsvereins, war Programmchef des Rosenmontagsballs und Präsident des Senioren-Elferrates. Auch heute lässt ihn die närrische Zeit nicht los. Eberhard Mann schreibt Texte für Büttenreden und Sketche. Als Vorsitzender des Thüringerwald-Vereins Benshausen kümmert er sich um die Heimat- und Landschaftspflege und gemeinsam mit seiner Frau Erika betreut er seit Jahren ein kleines Juwel in dem Ort, das Heimatmuseum im historischen Vierseithof am Markt, das er selbst aufgebaut hat. Es zeigt mit vielen Exponaten Einblicke in die Geschichte des Ortes sowie in die Lebensweise der Einwohner und das traditionelle Handwerk in früheren Jahrhunderten. Trotz dieses vielfältigen Engagements bleibt Eberhard Mann bescheiden und dankt seinen vielen Mitstreitern in den unterschiedlichen Vereinen: „Alleine ist so etwas nie zu schaffen. Diejenigen, die ein Ehrenamt ausüben, wenden dafür viele Stunden auf und machen das mit viel Herzblut. Und sehr viele haben eine Würdigung verdient“, sagt er zu seiner Auszeichnung als „Thüringer des Monats“. Besonders bei seiner Frau Erika bedankt er sich, die ihn seit Jahren unterstützt und damit lebt, dass ihr Mann oft nicht daheim ist. Auch Sohn Tino ist vom Ehrenamtsvirus längst infiziert. Er ist heute Vorsitzender des Karneval-Vereins Benshausen.
Der Vorschlag, Eberhard Mann als „Thüringer des Monats“ auszuzeichnen, kam von seinem langjährigen Freund Wolfgang Hübner. Mit Blick auf die lange Liste ehrenamtlichen Engagements sagt er: „ohne Eberhard Mann gebe es das alles gar nicht“.