Thüringer des Monats September

26.09.2014 14:22

Dittmar Heyder ist unser Thüringer des Monats September. In Arnstadt kennt den 63-Jährigen fast jeder. Dittmar Heyder leitet hier seit mehr als 20 Jahren ehrenamtlich die Verkehrswacht.

Bild: MDR THÜRINGEN

In Arnstadt kennt den 63-Jährigen fast jeder. Dittmar Heyder leitet hier seit mehr als 20 Jahren ehrenamtlich die Verkehrswacht. Gleich nach der Wende ging der Polizist und Vater von 6 Kindern neue Wege: er ließ sich zum Verkehrssicherheitsberater ausbilden, wurde Mitglied in der Arnstädter Verkehrswacht und kurz darauf deren Vorsitzender. Beruf und Ehrenamt konnte er auf diese Weise gut miteinander verbinden und er fand Partner in der Verwaltung sowie Sponsoren, um im Jonastal bei Arnstadt eine Jugendverkehrsschule aufzubauen. Hier haben schon mehr als 15-tausend Grundschulkinder ein Fahrrad-Sicherheitstraining absolviert - auch der mehrfache Tour-de-France-Etappengewinner Marcel Kittel. Diese Fahrradkurse hat Dittmar Heyder im Rahmen seiner Präventionsarbeit bei der Polizei betreut. Auch seine Kinder und einige seiner Enkel haben die Kurse mitgemacht. Zusätzlich kommen in seinem Ehrenamt bei der Verkehrswacht, wo er auch Mitglied im Landesvorstand ist, noch mehr als 1000 Stunden jährlich zusammen. Am Liebsten ist der Familienvater und Opa in Kindergärten unterwegs, wo er für Erzieher und Kinder wichtige Tipps zum Verhalten im Straßenverkehr gibt. Zum Spektrum seiner Arbeit gehören auch zahlreiche Aktionen, bei denen er von anderen Verkehrswacht-Mitgliedern unterstützt wird, wie zum Beispiel das "begleitete Rad fahren", außerdem zum richtigen Verhalten im Schulbus, Sicherheitstraining für junge Fahrer oder zu den Folgen von Alkohol- und Drogenkonsum. Ganz spezielle Kurse bietet Dittmar Heyder auch für Senioren an. Neu in seinem Programm ist das Rollator-Training, wo es zum Beispiel um das sichere Überqueren von Straßen und das Einsteigen in öffentliche Verkehrsmittel geht. Diese Arbeit macht Dittmar Heyder großen Spaß und er möchte sie auch gern noch so lange weiter ausüben, wie es seine Gesundheit zulässt. Denn er freut sich bei seinen Kursen über das Feedback. Das sei sehr hervorragend, egal ob von Jugendlichen oder Senioren, sagt er. Einen Teil der 500 Euro, die er zur Auszeichnung als „Thüringer des Monats“ erhalten hat, will Dittmar Heyder in notwendige Reparaturen seines Autos stecken, denn mit dem ist er für die Verkehrswacht bis zu 20-tausend Kilometer im Jahr im ganzen Land unterwegs. So gibt er Seminare an der Polizeischule in Meiningen und in Nordhausen sowie in Erfurt Kurse für Jugendliche, die im Straßenverkehr Straftaten begangen haben. Die Geschäftsführerin der Landesverkehrswacht Thüringen, Dagmar Lemke, schätzt an Dittmar Heyder vor allem seine Fachkompetenz und seine Vielseitigkeit. Er sei der Praktiker vor Ort und setze alle Projekte und Programme um, die es auf Bundes- und Landesebene gibt. – Für die fernere Zukunft kann sich Dittmar Heyder schon etwas mehr Freizeit für sich und seine große Familie vorstellen. Aber da gibt es zur Zeit noch das eine Problem: Ein geeigneter Nachfolger als Vorsitzender der Ilmkreis-Verkehrswacht und mit einem großen Zeitbudget für die vielen Projekte hat sich bisher noch nicht gefunden. Bis zur nächsten Vorstandswahl sind immerhin noch zweieinhalb Jahre Zeit…