Abschluss-/ Auftaktveranstaltung der „Verantwortungspartner Thüringen“

16.01.2014 13:44

Vereint zur Abschlussveranstaltung „Verantwortungspartner“ Südthüringen und zum Auftakt der „Verantwortungspartner“ im Wartburg- und im Ilm Kreis

Landrat Reinhard Krebs

Leonard Wahl-:response, Dr. Gerd Placke-Bertelsmann Stiftung, Lutz Frischmann- Frischmann Kunststoffe GmbH Eisfeld und Sprecher Verantwortungspartner Region Südthüringen, Brigitte Manke-Geschäftsführerin Thüringer Ehrenamtsstiftung

Ernst Haberland-Mittelstands Akademie Suhl und Sprecher Verantwortungspartner Region Südthüringen mit der Projektgruppe "Schleusingen 2050" der Regelschule Schleusingen und Lehrer Thomas Schmidt

Publikum, im Vordergrund Landrätin Christine Zitzmann - Sonneberg

Martin Winter-Vorstandsmitglied Erfurter Kreuz Initiative e.V., Sibylle Linke Büro der Landrätin Ilm Kreis, Doris Elfert Mittel & Wege Weimar

Wolfgang Horn-Tischlerei Horn Barchfeld, Walburga Simon-Simon Autohaus Barchfeld, Jürgen Schmidt-Werra Blitz Transportgesellschaft Barchfeld, Silvio Göring-KKI Konvekta Kälte- und Klima GmbH Barchfeld

Die Verantwortungspartner sind kleine und mittelständische Unternehmen, die sich mit Partnern aus Kommunen, Vereinen, Schulen und gemeinnützigen Organisationen zu Verantwortungspartnern zusammenschließen. Lokal verwurzelt, kennen sie die Strukturen und Vorzüge vor Ort. Gemeinsam identifizieren sie die regionalen Herausforderungen und entwickeln in Projektgruppen passgenaue Lösungen.

Unter dem Thema „Verantwortungspartner Thüringen“ trafen sich gestern 40 Unternehmerinnen und Unternehmer, Teilnehmer/innen aus Politik, Verwaltung und Bildungseinrichtungen aus drei Kreisen in der Kulturscheune in Gumpelstadt im Wartburgkreis. Auch Landrätin Christine Zitzmann, Sonneberg, gab sich als interessierte Teilnehmerin die Ehre.

Landrat Reinhard Krebs betonte bei seiner Impulsrede, dass er zum ersten Mal in einer derart gemischten Konstellation von Akteuren und zum ersten Mal zu einer gleichzeitigen Abschluss- und Auftaktveranstaltung dabei sei. Sein Plädoyer war, das was möglich ist und machbar anzugehen, um Fachkräfte zu gewinnen und zu sichern. Als warnende Zahl nannte er die Schulabgänger, die sich innerhalb der letzten fünf Jahre von 2000 auf 800 Schülerinnen und Schüler alleine im Wartburgkreis reduziert hat. Hier sind kreative, gemeinsame Ansätze gefordert.

Der aus Gütersloh angereiste Dr. Gerd Placke, bei der Bertelsmann Stiftung verantwortlich für die „Verantwortungspartner Deutschland“, ermutigte mit guten Beispielen die anwesenden 19 Unternehmen, die Idee der Verantwortungspartner in ihrer Region aufzugreifen. „Sie profitieren davon ebenso, wie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Schulen und Jugendlichen und nicht zuletzt die Region insgesamt.“ sagte er.

Lutz Frischmann, Frischmann Kunststoffe GmbH in Eisfeld, Unternehmer und Sprecher der 11 Verantwortungspartner in Südthüringen sprach begeistert von Nutzen und Erfolgen für die engagierten Unternehmen und dem Netzwerk das sich über das Projekt entwickelt hat. Er ist einer der Gründer des Verantwortungspartnervereins Deutschland "Unternehmen für die Region" (UfdR), der sich im letzten Jahr gegründet hat. Die Thüringer Initiative kann er so in Deutschland bekannt machen und von anderen Erfahrungen bundesweit für Thüringen profitieren.

Ernst Haberland, Mittelstandsakademie in Suhl, ist einer der Motoren der den Wettbewerb „JES – Jugend entwickelt Thüringer Wirtschaft“ in Südthüringen intensiv begleitet hat. Drei Schulen sind mit Projekten beteiligt. Die Schüler haben sich, begleitet durch die Verantwortungspartner, mit dem Thema Wirtschaft vertraut gemacht und bemerkenswerte Projekte entwickelt. So entstand bei der 11. Klasse des Hennebergischen Gymnasiums „Georg Ernst“ in Schleusingen die Idee der „Ultimativen Bewerbung“, einer attraktiven Homepage für Unternehmen, auf der sich Auszubildende mit einer persönlichen Onlinebewerbung vorstellen können, aber auch die Unternehmen sich mit Wort und Bild für die Jugendlichen und Fachkräfte präsentieren können. Die „Thüringer Akustik-Manufaktur“ entwickelte eine Schülergruppe der 10. Klasse des Hennebergischen Gymnasiums. Sie entwarfen und bauten ein Modell, das demnächst als edle Lautsprecherbox aus den regionalen Materialien, Holz und Schiefer, in die Produktion für die Schulaula gehen soll. Das dazu ein Businessplan, die Besuche in Unternehmen und einen Schieferpark gehören, machte den Wettbewerb nicht nur lehrreich und spannend, sondern brachte ihnen auch einen der Wettbewerbspreise ein. Die dritte Schülergruppe, von der Regelschule „Gerhart Hauptmann“ in Schleusingen, berichtet in Gumpelstadt von ihrem Projekt „Schleusingen im Jahr 2050“. Wie könnte die Stadt aus Sicht der Jugendlichen attraktiver werden. Ein Gespräch mit dem Bürgermeister und die ersten Umsetzungspläne macht sie stolz und ermutigt sie, sich für ihre Stadt einzusetzen.

Brigitte Manke, Geschäftsführerin der Thüringer Ehrenamtsstiftung moderierte die Veranstaltung. Die Stiftung begleitet die Verantwortungspartner Thüringen seit April 2012. Sie stellt den Unternehmen den Support und den Rahmen für die Projektideen und die Umsetzung. Sie organisiert die Termine und Veranstaltungen, übernimmt die Moderation und die Koordination. Das ist einmalig bei den Verantwortungspartnern in  Deutschland.

Der Auftakt im Wartburg- und Ilm Kreis ist gemacht. Von den anwesenden Unternehmen haben sich 13 bereit erklärt die nächsten Schritte zu einem gemeinsamen Projekt als Verantwortungspartner zu gehen. Wir dürfen gespannt sein, was sich in der Region in diesem Jahr entwickelt.

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