Thüringer des Monats September 2011

30.09.2011 09:59

Michael Seifert aus Erfurt ist unser Thüringer des Monats September 2011.

Fotos: mdr

Michael Seifert gehört zu den Menschen, die sich ganz unspektakulär, ohne große Worte und meist im Hintergrund ehrenamtlich engagieren. Damit leiste er seiner Kirchgemeinde St. Severi auf dem Erfurter Domberg einen unschätzbaren Dienst, sagt Pfarrer Michael Neudert. Seine Freunde in der St.-Severi-Kirchgemeinde bezeichnen ihn gern als "engagierten Strippenzieher im Hintergrund" - und das im wahrsten Sinne des Wortes. Für den 49-jährigen Michael Seifert, der von Beruf Elektriker ist, ist die Kirchgemeinde so etwas wie Heimat. Schon als Kind gehörte er dazu, war Messdiener - und lernte hier seine Frau Cornelia kennen. Die beiden Kinder des Paares wurden in der Gemeinde getauft und sind inzwischen erwachsene Männer. Michael Seifert spürte Freiraum für andere Aufgaben und engagierte sich im Kirchenvorstand. Neben den Finanzen der Gemeinde und umfangreichen Projekten wie zum Beispiel die optische Instandsetzung des Gemeindehauses sind es immer wieder die kleinen, praktischen Dinge, bei denen Michael Seifert ohne Zögern mit anpackt.

Selbst das Fernsehen weiß seine spontane Hilfe zu schätzen. Bei der Generalprobe für eine Gottesdienst-Übertragung fiel plötzlich die Stromversorgung für die Orgel aus. Nur einem gelang es, den Fehler schnell und noch zur rechten Zeit zu finden und zu beheben: Michael Seifert.

Eines der erfolgreich abgeschlossenen großen Projekte ist für jeden Besucher der St. Severi Kirche auf dem Erfurter Domberg sofort sichtbar: das neue Lichtkonzept, das den fünfschiffigen gotischen Hallenkirchenbau in seiner gesamten Schönheit zeigt.

Werte, die Menschen vor vielen hundert Jahren geschaffen haben, möchte Michael Seifert gern erhalten helfen. "Was mir die Gemeinde gegeben hat, versuche ich jetzt nach meinen Möglichkeiten auch teilweise der Gemeinde wieder zurück zu geben", sagte er. Und er wird dabei von seiner Frau Cornelia unterstützt. Etwas zu schenken mit den eigenen Gaben und dafür die Dankbarkeit anderer zu spüren, das bereite große Freude. Beide wünschen sich, dass die Gemeindemitglieder auch künftige Vorhaben weiter tatkräftig unterstützen.