Thüringer des Monats November

01.12.2015 14:16

Andre Schäfer aus Arnstadt ist unser Thüringer des Monats November.

Fotos: mdr

Seit mehr als 20 Jahren engagiert sich der gelernte Werkzeugmacher im Bereich Umweltbildung. 1991 begann Andre Schäfer sein Engagement in der IG Stadtökologie Arnstadt e.V. Von Anfang an arbeitete der Familienvater intensiv mit Schulen zusammen und spezialisierte sich auf Bildungsprojekte zur nachhaltigen Entwicklung und im Umweltbereich. So entstand das Projekt „müllarme Schule“ im Ilmkreis, in einem weiteren Projekt geht es um die Zusammenarbeit von Solarschulen. Unsere Zukunft und die unserer Kinder liegt ihm besonders am Herzen.
Seit 1995 hat die IG Stadtökologie auch jährlich den Arnstädter Umwelt- und Erlebnismarkt organisiert, auf dem Handwerker, Gärtner, Dienstleister, Vereine und Institutionen sowie kleine mittelständische Unternehmen ihre Leistungen und Projekte zum Thema Zukunftsfähigkeit präsentieren – von „A“ wie dem ADFC mit Angeboten zur Fahrradtouristik bis „Z“ wie dem regionalen Ziegenhof mit seinen Produkten.
Als Vorstandsmitglied ist Andre Schäfer seit 17 Jahren aktiv im Arbeitskreis Umweltbildung Thüringen akuTh e.V und er leitet das Nachhaltigkeitszentrum Thüringen in Arnstadt. Ob im Verein oder im Nachhaltigkeitszentrum – wichtig ist dem 52-Jährigen die sehr gute Zusammenarbeit im Team. Die Auszeichnung als „Thüringer des Monats“ versteht er als Auszeichnung für alle, die sich für das gemeinsame Ziel engagieren.
Jürgen Zerull vom Vorstand des Arbeitskreises Umweltbildung hat Andre Schäfer für die Auszeichnung vorgeschlagen, weil er ein ausgewiesener Fachmann auf seinem Gebiet ist und ein „Motor für die Umweltbildung in Thüringen“. Er organisiert regelmäßig Umweltbildungskonferenzen und steht als Berater für Vereine, Schulfördervereine, Kommunalpolitiker und das Thüringer Umweltministerium zur Verfügung. Dabei lässt sich Andre Schäfer auch durch Rückschläge nicht entmutigen und er handelt uneigennützig. „Er möchte den Begriff der nachhaltigen Entwicklung nach vorn bringen, ohne dass er dafür einen persönlichen Vorteil sieht. Er sieht den Vorteil für die gesamte Gesellschaft“, sagt Jürgen Zerull. Für Andre Schäfer sind es vor allen Dingen die konkreten, die kleinen Schritte, die uns in Richtung einer nachhaltigen Entwicklung voranbringen können. Viele Partner in Rathäusern und Behörden würden oft im Alltagstrott ertrinken  und würden wegen der ständigen Not, Haushaltslöcher zu stopfen, keinen Blick mehr für langfristige Prozesse haben. Dabei sind sich Andre Schäfer und seine Mitstreiter sicher, dass die Weltklimakonferenz in Paris im Ergebnis wieder eine Menge Arbeit konkret vor Ort bringen wird. Darum kümmert sich seit dem Sommer auch der Verein Zukunftsfähiges Thüringen, in dem Andre Schäfer ebenfalls maßgeblich mitarbeitet, mit vielen Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft sowie aus dem kommunalen Bereich.