Ehrenamtlich für einen Tag in Schmölln und Nöbdenitz unterwegs

08.06.2015 16:16

Schülerfreiwilligentag 2015 in Schmölln und umliegenden Ortschaften. Die beiden Regelschülerinnen Vanessa (l) und Ronja helfen im Tierheim Schmölln. Auch Unkrautzupfen gehört dort zu ihren Aufgaben. Foto: Jana Borath

Schmölln/Nöbdenitz. Denn ihr ehrenamtliches Engagement auf Zeit wurde gestern in mehr als 40 teilnehmenden Einrichtungen benötigt. Die Palette hier war überaus bunt und reichte vom Papiermuseum Fockendorf über den Kreisfeuerwehrverband Altenburg bis hin zum Tierheim Schmölln oder die Kultur- und Begegnungsstätte der Kirchgemeinde in Nöbdenitz.

Und der Tag für alle Ehrenamtlichen auf Zeit begann früh. Noch vor acht Uhr morgens klopften die zehnjährige Caro aus Beerwalde und der elfjährige Florian aus Schmölln in der Kultur- und Begegnungsstätte Nöbdenitz an. Generationsfrühstück stand für die beiden Fünftklässler auf dem Zettel am Schülerfreiwilligentag. Und bevor es ans Essen ging mit den älteren Damen und Herren aus dem Ort und umliegender Dörfer, musste das erstmal zubereitet werden. Obst und ein bisschen Gemüse schnippeln, Kaffee kochen, die frischen Brötchen ins Körbchen füllen, den Aufschnitt hübsch arrangieren und den Tisch eindecken – dann konnte es los gehen. „Ich war ganz schön aufgeregt, bevor ich herkam“, gab Florian zu. Und so genaue Vorstellungen von diesem Generationsfrühstück hatte der Junge auch nicht wirklich. „Aber dann fand ich es toll“, urteilte er. Und seine älteren Gegenüber am Tisch ebenfalls: „Wir mussten die beiden zwar erst ein wenig auftauen, aber dann fanden wir schon Gesprächsstoff“, sagte Doris Wähler aus Nöbdenitz. Über Handys zum Beispiel und ob man ohne die heutzutage überhaupt nochleben könne.

Richtig handfest begann der Schülerfreiwilligentag indes für Miriam, Vanessa, Ronja und Luisa aus der Nöbdenitzer Regelschule. Sie waren ganz früh nach Schmölln geradelt, um im dortigen Tierheim zu helfen. Und wo sie gleich in den Arbeitstag integriert wurden. Katzenhaus und Zwinger gründlich putzen, Unkraut zupfen in den Zwingern und beim Gassigehen mit den Hunden helfen. Hörte sich anstrengend an und war es auch ein bisschen. Doch die vier Mädchen aus der 7. Klasse hatten ihren Spaß und waren gut dabei. „Wir haben uns das ja auch selbst ausgesucht“, sagt Luisa. Die 13-Jährige hatte schon 2014 ihren Schülerfreiwilligentag im Schmöllner Tierheim verbracht. Roswitha Leutert, stellvertretende Vorsitzende des Schmöllner Tierschutzvereines wiederum freute sich über die Hilfe der jungen Leute. „Am Schülerfreiwilligentag sehen die Jugendlichen ja auch, wie viel Arbeit in so einem Tierheim steckt und wie wichtig das Ehrenamt ist.“

Jana Borath / 05.06.15 / OTZ