Thüringerin des Monats August 2013

30.08.2013 14:00

Catrin Baudisch aus Bad Langensalza ist unsere Thüringerin des Monats August 2013

Foto: David Dienemann, MDR Thüringen

Mitten in der Stadt, an der historischen Stadtmauer mit einem sanierten Eckturm, liegt der Naturgarten, den Catrin Baudisch mit ihren ehrenamtlichen Mitstreitern von der BUND-Ortsgruppe geschaffen hat. Hier können Kinder und Jugendliche die Natur entdecken und spielend Wissenswertes über heimische Pflanzen und Tiere lernen. Für die Eltern ist ein kleines Café zum regelmäßigen Treffpunkt geworden. Die Umweltbildung für Kindergarten- und Schulkinder liegt Catrin Baudisch besonders am Herzen. Viel Zeit investiert sie hierfür jede Woche – neben ihrer Arbeit im Amt für Landentwicklung in Gotha. Trotzdem kommt die Familie nicht zu kurz, denn ihre beiden Töchter im Alter von 4 und 10 Jahren sind meist mit dabei im Naturgarten, wenn die kleinen und großen „Gören“ hier basteln, Brot backen, Kaninchen füttern, Gemüsebeete pflegen oder einfach spielen. „Gören“ – so nennt Catrin Baudisch liebevoll die Kinder, die regelmäßig zu den offenen Nachmittagen ins Regionale Umwelt- und Naturschutzzentrum kommen. 1997 ist diese Begegnungsstätte, zu der auch eine Umweltbibliothek in dem Eckturm der Stadtmauer gehört, als Ganzes eröffnet worden. Das ist das Jahr, in dem Catrin Baudisch nach Bad Langensalza zog. Schnell fand sie den Weg zu den Umweltfreunden und engagierte sich im Vorstand der BUND-Ortsgruppe, die sie seit dem Jahr 2000 leitet. Der Zusammenhalt im Team ist ihr sehr wichtig und sie kann sich jederzeit auf die Unterstützung durch ihren Mann, ihren Vater und die Schwiegermutter verlassen, denn auch an den ´Wochenenden investiert Catrin Baudisch viel Zeit in ihr Ehrenamt. Das ist es auch, was die Leiterin des Naturschutzzentrums, Marlis Teichmann, so sehr an ihr schätzt: „Sie ist immer da, wenn man sie braucht. Man kann sie früh morgens, spät abends und auch am Wochenende anrufen. Sie weiß über alles Bescheid und hat immer eine gute Idee.“ Catrin Baudisch wünscht sich, dass die Arbeit des Regionalen Umwelt- und Naturschutzzentrums auch in den kommenden Jahren so weitergeführt werden kann. Dazu sei es wichtig, dass die geförderte Stelle der Umweltpädagogin erhalten bleibe. Die ehrenamtliche Arbeit werde von Gesundheit und Motivation getragen und den Kindern gefalle es so gut, dass sie immer und gern wieder kommen, weil sie sich für den Umwelt- und Naturschutz interessieren.