Unfallversicherungsschutz für Engagierte

06.10.2008 22:41

Versicherungsschutz im Ehrenamt

Bürgerschaftlich Engagierte haben zwei Risiken zu tragen: Sie können beim Engagement eine Unfall erleiden und sie können Schäden bei anderen Personen verursachen. Für letzteres Risiko gibt es Gruppenhaftpflichtversicherungen und für das erstere Risiko wird demnächst der Unfallversicherungsschutz verbessert. Allerdings gibt es in vielen Bereichen – beispielsweise Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege –  bereits seit längerem eine gesetzliche Unfallversicherung. Karin Stiehr, Geschäftsführerin des Instituts für Soziale Infrastruktur (ISIS) in Frankfurt, gibt in ihrem Beitrag einen Überblick zum Versicherungsschutz für Engagierte.

Gastbeitrag Karin Stiehr unter
http://b-b-e.de/uploads/media/nl20_stiehr.pdf

Erweiterung des gesetzlichen Unfallschutzes

Der Unfallversicherungsschutz für Engagierte wird durch das reformierte  Unfallversicherungsmodernisierungsgesetz (UVMG) erweitert. Er gilt nicht mehr nur für die »gewählten« Ehrenamtlichen in gemeinnützigen Organisationen, sondern auch für die »beauftragten Ehrenamtsträger«. Damit der Schutz auch wirksam wird, sind einige Voraussetzungen notwendig: Es muss ein besonderer Auftrag sein, der über die üblichen Pflichten hinausgeht, und der Einsatz muss unentgeltlich sein. Zudem ist diese Versicherung nachrangig gegenüber bestehenden Pflichtversicherungen. Thomas Molkentin, Referatsleiter im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, erläutert in seinem Beitrag die Folgen der Gesetzesänderung.

Gastbeitrag Thomas Molkentin unter
http://b-b-e.de/uploads/media/nl20_molkentin.pdf

An Beispielen lernen

Auch wenn der Schutz von freiwillig Engagierten in den letzten Jahren verbessert wurde, wirft das Thema immer noch zahlreiche Fragen auf. Dies liegt zum einen an der Vielgestaltigkeit des Engagements und zum anderen an den unterschiedlichen Formen, den Schutz gegen Unfälle und Haftungsrisiken zu organisieren. Es gibt zwar eindeutige gesetzliche Regelungen und Vorschriften, doch es kommt immer wieder auf den Einzelfall an. An konkreten Fällen lässt sich oft viel schneller und eindeutiger ein Sachverhalt erkennen als an den vielen abstrakten Normen und Regeln. Aus diesen Gründen wurde mit Unterstützung der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VGB) ein Beispiel-Katalog für Versicherungsfälle im Ehrenamt der gesetzlichen Unfallversicherung erarbeitet.

Beispiel-Katalog unter
http://b-b-e.de/uploads/media/nl20_katalog.pdf