Thüringerin des Monats August 2010

01.09.2010 14:06

Sabine Wilberg ist unsere Thüringerin des Monats August 2010. Die 32-jährige Lehrerin aus Erfurt-Büßleben engagiert sich schon seit 19 Jahren für das überregional bekannte Erfurter Kinder- und Jugendtheater "Die Schotte".

Sabine Wilberg war gleich neben dem heutigen Erfurter Kinder- und Jugendtheater "Die Schotte" zur Schule gegangen. Das Theater war früher ihre Turnhalle. Als Sabine Wilberg 14 Jahre alt war, hatte sie eine Freundin in das gerade neu gegründete Theater mitgenommen. Sie habe sofort Feuer gefangen und sei nicht mehr davon los gekommen, erzählt die junge Frau mit leuchtenden Augen.
 
Sabine Wilberg ist Thüringerin des Monats August.Das Vereinsleben gefalle ihr, vor allem die Chance, sich auszuprobieren und auch die Freiheit, gute Ideen selbst verwirklichen zu können. Die Chefin des Theatervereins, Barbara Eger, schätzt die fundierte und zielgerichtete Arbeit von Sabine Wilberg: "Wir freuen uns, dass wir sie haben." Theater bedeutet für unsere Thüringerin des Monats nicht nur auf der Bühne zu stehen, sondern auch die Arbeit hinter den Kulissen: Kostüme nähen, das Bühnenbild gestalten, die Schauspieler schminken aber auch aufräumen und sauber machen. Ganz wichtig ist ihr, dass die haupt- und ehrenamtlichen Vereinsmitglieder und Theaterleute wie auch die rund 180 zur "Schotte" gehörenden Kinder und Jugendlichen hier gemeinsam Dinge lernen und erfahren, die sie in die Gesellschaft gut einbringen können – wie vor allem Demokratieverständnis. Dazu gehöre, sagt die künstlerische Leiterin des Theaters, Uta Wanitschke, Meinungen anderer gelten zu lassen, sich auf andere verlassen zu können und Verantwortung zu übernehmen.

Mit diesen Erfahrungen hatte sich die gelernte Bankkauffrau Sabine Wilberg dann auch für die Arbeit mit Kindern entschieden – nicht nur im Theater, sondern auch beruflich: Sie absolvierte ein Pädagogik-Studium und wurde Grundschullehrerin. Die Auszeichnung als "Thüringerin des Monats" hat sie stellvertretend für alle ehrenamtlich engagierten Mitstreiterinnen und Mitstreiter im Theater "Die Schotte" entgegen genommen. Sie wünscht sich auch mehr Verständnis der Stadt Erfurt dafür, wie wichtig es ist, das Theater als Anlaufpunkt für Kinder und Jugendliche zur Freizeitgestaltung und als Lernort für das Leben zu erhalten.