Pressemitteilung der Einführung der Thüringer Ehrenamtscard in Weimar

25.07.2009 22:03

Engagement zählt - Ehrenamtscard wird jetzt auch in Weimar eingeführt
Weimar. (tlz/web) Alle wissen, aus dem knappen städtischen Haushalt sind keine üppigen Finanzspritzen zu erwarten. Um so wichtiger ist nach den Worten von Oberbürgermeister Stefan Wolf ehrenamtliches Engagement. Kein Kulturverein, kein Sportverein komme inzwischen ohne ehrenamtliche Mitarbeiter aus. Ihnen möchte die Stadt „nun etwas zurückgeben" und gab am Donnerstag den Startschuss zur Einführung einer Ehrenamtscard.
„Es ist ein Zeichen dafür, wie dankbar wir diesen Menschen sind", unterstrich der OB. Stefan Wolf und Sozialministerin Christine Lieberknecht (CDU), gleichzeitig Vorsitzende des Stiftungsrates der Thüringer Ehrenamtsstiftung, unterzeichneten im Beisein von Vertretern der Weimarer Ehrenamtsagentur eine entsprechende Vereinbarung. Seit 2006 haben zehn Thüringer kreisfreie Städte und Landkreise die Ehrenamtscard bei sich eingeführt. Wie Christine Lieberknecht betonte,  wird ehrenamtliches Engagement in  Thüringen sehr groß geschrieben, schätzungsweise jeder dritte sei in ganz unterschiedlichen Bereichen ehrenamtlich aktiv.
Die Weichen für die Einführung der Ehrenamtscard hatte der Stadrat in seiner Sitzung am 25. Februar gestellt. Die Vergabe erfolgt auf Antrag von Vereinen, Verbänden, Organisationen oder Initiativen. Pro Kalenderjahr werden maximal zehn Karten ausgegeben, die Geltungsdauer der Karte beträgt zwei Jahre. In Frage kommen ehrenamtlich engagierte Bürger, die mindestens 18 Jahre alt sind, fünf Jahre in einem Verein mitwirken und wenigstens fün Stunden pro- Woche dort unentgeltlich im Einsatz sind. Erstmals vergeben werden sollen die Karten beim Neujahrsempfang des Oberbürgermeisters im Januar 2010. Mi ihrer Ehrenamtscard kommen ehrenamtlich Tätige in den Genuss von Vergünstigungen  bei Eintrittskarten und von Rabatten. Zehn Partner, darunter das DNT und die Klassik Stiftung, haben bisher Vergünstigungen zugesagt. Stefan Wolf apellierte an die anderen Institutionen und Unternehmen, sich ebenfalls zu beteiligen.
Das Antragsformular ist ab sofort auf der Homepage der Stadt abrufbar (http:stadt.weimar.de) und im Familienamt erhältlich. Damit können Vereine jederzeit ihre Vorschläge unterbreiten.