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Marktplätze - Gute Geschäfte für Thüringen (2006-2010)

Die Projektphase ist seit 2010 beendet, die Marktplätze laufen in Thüringen erfolgreich weiter

Informationen zu "Marktplätze - Gute Geschäfte für Thüringen"
Rebecca Ottmer
Telefon: 0361/26 27 99 41
E-Mail: 
ottmer(@)thueringer-ehrenamtsstiftung.de

Idee

Marktplätze der „Guten Geschäfte“ bringen Vertreter von Unternehmen und gemeinnützigen Einrichtungen einer Region für maximal zwei Stunden an einem Ort zusammen, um wie auf einem Markt Angebote und Nachfragen miteinander zu verhandeln. Es werden Kontakte geschlossen, Dienstleistungen, Wissen und Sachwerte ausgetauscht. Jede Kooperationsidee ist willkommen, nur Geld ist tabu.

Die Atmosphäre ist lebendig, manchmal ein wenig chaotisch und immer anregend. Man trifft sich in thematischen Handelsecken, geht aufeinander zu und lernt sich kennen. Vereinbarungen über Unterstützungsleistungen werden ausgehandelt und schriftlich festgehalten.

Marktplätze sind Treffpunkte des Handels und der Zusammenkunft. Hier finden Austausch und Kommunikation statt, die für das geschäftliche und soziale Klima wichtig sind und das lokale Zusammenleben fördern.

Auf so einem Marktplatz treffen sich Menschen, die bereit sind, über ihren Tellerrand hinauszuschauen und sich gemeinsam mit anderen für ihre Region zu engagieren: Gemeinnützige, die kreative Wege gehen, um Förderer und Unterstützer für die Umsetzung ihrer gemeinwohlorientierten Projekte zu finden. Unternehmen, die sich über ihre Produktion und Dienstleistung hinaus für das Gemeinwesen engagieren möchten.

Zielsetzung

Auf einem Marktplatz lernen sich die Partner der verschiedenen gesellschaftlichen Bereiche kennen und knüpfen Kontakte. Neue und ungewöhnliche Kooperationen zwischen der Wirtschaft und Gemeinnützigen werden angeregt.

Unternehmen nehmen ihre gesellschaftliche Verantwortung aktiv wahr und Gemeinwohlorganisationen können mit zusätzlichen Ressourcen ihre Zielsetzungen erreichen. In der Umsetzung der getroffenen Vereinbarungen wird Vertrauen aufgebaut und neue soziale Partnerschaften entstehen. Dies ist ein Gewinn für alle Beteiligten und die ganze Region.

Flyer "Marktplatz - Gute Geschäfte für Thüringen"

 

Ursprung

Ursprünglich kommt die Idee für diese Marktplätze aus den Niederlanden. Die Bertelsmann Stiftung hat im Jahr 2006 die Übertragung nach Deutschland angeregt. In Jena fand der erste Marktplatz in den neuen Bundesländern statt. Dieser war so erfolgreich, dass die Thüringer Ehrenamtsstiftung die Idee aufgegriffen hat und ihre Umsetzung in ganz Thüringen aktiv fördert.

Flash ist Pflicht!
Marktplatz in Weimar im März 2010
Flash ist Pflicht!
Marktplatz im Unstrut-Hainich-Kreis im Oktober 2009

Bericht zur Evaluation der Thüringer Marktplätze

Die Evaluation der bis Ende 2010 stattgefundenen Thüringer Marktplätze wurde in unserem Auftrage von Herrn Stephan Tittelbach im Zeitraum Oktober 2010 bis April 2011 erarbeitet. Herr Tittelbach hatte sich dafür mit seiner Bachelorarbeit zur Evaluation des Nordhäuser Marktplatzes empfohlen.
Auch die Evaluation stellt fest, dass die Idee der „Marktplätze für Gute Geschäfte“  in Thüringen angekommen ist. Aufgrund der vielen engagierten Initiativen vor Ort und mit der Förderung durch die Thüringer Ehrenamtsstiftung hat dieses innovative Veranstaltungskonzept in vielen Regionen Thüringens begeisterte Anhänger gefunden.
Darüber hinaus werfen die Ergebnisse der Evaluation natürlich einige Fragen auf und regen neue Überlegungen an. Im gemeinsamen Diskurs mit Ihnen werden wir die Marktplatz-Idee auch künftig weiter entwickeln.
Hier zum Nachlesen der gesamte Evaluationsbericht
und die Zusammenfassung.

Grußwort der Bertelsmann Stiftung:

"Man muss etwas Neues machen, um etwas Neues zu sehen"

(Georg Christoph Lichtenberg, 1742 – 1799, dt. Schriftsteller und Professor für Physik )

Die Bertelsmann Stiftung freut sich sehr darüber, dass das Land Thüringen als erstes Bundesland "etwas Neues macht" und die Initiative ergriffen hat, die Idee von "Guten Geschäften" in ihrem Bundesland gezielt zu verbreiten. Mit der Marktplatz-Methode versucht die Bertelsmann Stiftung die Anbahnung von Kooperationen zwischen Unternehmen und Gemeinnützigen zu systematisieren und dem beiderseitigen vielfachen Wunsch nach mehr Kontakten zwischen diesen Welten einen Aus- druck zu verleihen. Der Charme der Marktplatz-Methode besteht dabei nach unserer Überzeugung in der kooperativ-spielerischen Art der Zusammenkunft, die auf gleicher Augenhöhe stattfindet und von der beide Seiten profitieren können: Unternehmen können durch den Marktplatz ihre Stärken im gesellschaftlichen Engagement ausspielen und Gemeinwohlorganisationen können mit zusätzlichen Ressourcen ihre Ziele erreichen. Sie bauen im gemeinsamen Tun gegenseitiges Vertrauen auf und entwickeln in den Projekten sozialen Zusammenhalt.

Die Bertelsmann Stiftung und ihre Partner möchten mit der Marktplatz-Methode einen Impuls für mehr und robuste Kooperationen geben, die getragen sind von Dialog, Transparenz und Effizienz. Diese innovativen Formen der Zusammenarbeit fördern ein „neues Sehen“ für gesellschaftliche Herausforderungen, von denen der berühmte Göttinger Physiker schon vor über 200 Jahren gesprochen hat. Entsprechend dieser Maxime wünschen wir dem Land Thüringen und allen dortigen Akteuren bei der Umsetzung dieser Methode "viel Neues"!

Link: http://www.gute-geschaefte.org/

Statements zur Marktplatzmethode


Hermann Ströbel (Staatssekretär a.D.): "Neu in der  Ehrenamtsstiftung, war ich besonders neugierig auf den Marktplatz 2007 in Jena: Ankunft im Rathaus. Viele Leute waren schon da. Kurze Grußworte vom Vertreter der Landesregierung und vom Oberbürgermeister. Und dann der Gong. Die Spannung löst sich, aus Neugier und Interesse wird Handeln, Aushandeln von Vereinbarungen zum Vorteil beider Partner. Kreativer Handel, Geben und Nehmen ohne Geld. Eine tolle Idee und ein gutes Konzept. Ich freue mich auf die nächsten Marktplätze: bald in Erfurt, dann in Weimar, dann in ..."

 

 


Dirk Wegler
Enterprise Thüringen

Dirk Wegler (Enterprise Thüringen e.V.): "Aus der Sicht eines gemein- nützigen Vereines liegt das große Potenzial des Marktplatzes im Aufeinanderzugehen auf Augenhöhe. Die Hierarchie zwischen Gebern und Nehmern wird durch das Konzept des Marktplatzes aufge- hoben. Des Weiteren ergeben sich auch unabhängig von Verhandlungsergebnissen Kontakte zu Personen und Institutionen, welche einem im Alltag verschlossen bleiben. Enterprise Thüringen e.V. hat seit dem Markt- platz 2006 eine stabile Zusammenarbeit mit zwei Firmen aufbauen können."


Stefan Wosche-Graf
jenawohnen GmbH

Stefan Wosche-Graf (jenawohnen GmbH): "jenawohnen ist schon seit 2006, also seit der Premiere, als Teilnehmer und Mitorga- nisator beim Jenaer Marktplatz dabei. Der Marktplatz bewirkt etwas ganz Spannendes für Jena, einzigartig in dieser Form und mit diesem Erfolg: Gemeinnützige Einrichtungen und Unternehmen kommen ganz leicht ins Gespräch und entwickeln neben den geplanten Tauschgeschäften auch Ideen für weitergehende Kooperationen. Das alles macht viel Spaß und dient gleichzeitig einem großen Ziel: Das Handeln aller Engagierten dieser Stadt für eine positive Standortentwicklung in Jena zu vernetzen. jenawohnen hat großes Interesse daran, die Arbeit der vielen gemeinnützigen Vereine und der unzähligen ehrenamtlichen Helfer zu stärken. Dies macht Jena für alle noch liebenswerter."

Bürgerstiftung Erfurt

Bürgerstiftung Erfurt: "Der Erfurter Marktplatz hat das Ziel, neue Partnerschaften zwischen Unternehmen und gemeinnützigen Organisationen zu stiften. Das gemeinsame Engagement für das lokale Umfeld ist gut fürs soziale Klima und macht unsere Stadt noch l(i)ebenswerter. Aus diesem Grund veranstaltet die Bürgerstiftung Erfurt 2007 den ersten "Marktplatz Erfurt".

AlbrechtSchröter OB von Jena

Albrecht Schröter (Oberbürgermeister von Jena): "Jeder Mensch hat seine Fähigkeiten, Vereine und Verbände haben ihr Leistungsspektrum, Unter- nehmen leben von ihren Produkten und Dienstleis- tungen. Gleichzeitig haben die Genannten oft Nachfragen und Interessen, die nicht befriedigt werden können, weil entweder das Geld oder die richtigen Kontakte fehlen. Der Marktplatz ist hier die ideale Ergänzung. Unternehmen und Institutionen treffen auf Ehrenamtliche, die sich in Vereinen und Verbänden engagieren, und beide helfen sich gegenseitig. Gerade in einer Stadt wie Jena -mit einem starken sozialen und kulturellen Netz und einer robusten Wirtschaft- sind der Austausch und die gegenseitige Hilfe wichtig. Denn ein Teil des Jenaer Erfolges sind Zusammenarbeiten, Unterstützen und Nutzen der Stärken - auf allen Ebene und in allen Bereichen."


Doris Elfert
Bürgerstiftung Weimar

Doris Elfert (Bürgerstiftung Weimar): "Gute Geschäfte sind diejenigen, bei denen Käufer und Verkäufer gleichermaßen gewinnen. Die Marktplatzmethode ist ein solches Geschäft. Als Bürgerstiftung wollen wir kreative Impulse geben und Gelegenheiten schaffen, um möglichst viele Bürger der Stadt zu gemeinsamen Aktivitäten, im Sinne des bürgerschaftlichen Engagements, zusammen zu bringen. Die Marktplatzmethode ist eine solche Gelegenheit."

 


FriedrichHermann
KoWo Geschäftsführer

Friedrich Hermann (KoWo Geschäftsführer): "Die Kommunale Wohnungsge- sellschaft Erfurt trägt nicht nur für das Unternehmen und die Mitarbeiter die Verant- wortung, sondern auch für die Gesellschaft - die Bürger. Als Botschafter für den Marktplatz Erfurt wollen wir unsere guten Erfahrungen unterschiedlichster Koopera- tionsprojekte weitergeben und viele Akteure mobilisieren, sich am Marktplatz Erfurt zu beteiligen. Durch das gemeinsame Engagement soll unser lokales Umfeld weiterhin gestärkt und Erfurt lebenswerter werden."