Kinder und Familien
Immer mehr Thüringerinnen und Thüringer sind bereit, sich ehrenamtlich für Kinder und Familien in ihrem sozialen Umfeld zu engagieren. Sie unterstützen in ihrer Freizeit Eltern in der Erziehungsarbeit, leisten wertvolle Beiträge für Kinder und Familie, in Kindergärten, Horten, Schulen, in der Hospizarbeit oder in Behinderteneinrichtungen.
Die Thüringer Ehrenamtsstiftung, für die ich als Stiftungsratsvorsitzende Verantwortung übernommen habe, hat zahlreiche Projekte mit Ehrenamtlichen zur Förderung und Unterstützung von Familien auf den Weg gebracht. Hier können Sie sich über Veranstaltungen, Projekte und ausgewählte Dokumentationen (Flyer, Broschüren, Videos usw. ...) informieren.
Wir möchten ihre Ideen und neuen Projekt zur Unterstützung von Kindern und Familien gern befördern und begleiten. Wenden Sie sich deshalb mit ihren Fragen an die Mitarbeiterinnen der Thüringer Ehrenamtsstiftung.
Ministerin Heike Taubert
Vorsitzende des Stiftungsrates
Projektausschreibung und Bewerbungsunterlagen
Projekte
2. Tag des Tanzes in Gotha
Gotha. (tlz/bau) Was das Konzert der Generationen für die Musikbegeisterten ist, das könnte der Tag des Tanzes in einigen Jahren vielleicht für die Freunde eleganter Bewegungen sein. Nach der Premiere im Mehrgenerationenhaus reichte am Sonntag zum zweiten Gothaer Tag des Tanzes bereits die Aula der BEchstein-Grundschule fürs Publikum kaum mehr aus. "Vielleicht kommen wir da nächstes Jahr hin" sagt Beatrix Jungheinrich, Hortkoordinatorin der Bechstein-Grundschule, über das Kulturhaus, das zum Generationen-Konzert meist bis auf den letzten Platz voll ist. Die Grundlagen dafür sind beim Tag des Tanzes geschaffen: Neben den vier im AWO-Tanzzentrum eingerichteten Gruppen präsentierten sich am Sonntag neun weitere mit Darbietungen aus ihrem Programm - gut drei Stunden wurde das Publikum facettenreich unterhalten.
Bauchtänzerinnen, die von Manuela D Amico betreut werden, und die unter dem Künstlernamen Zoulaiha Esmeral auftretende Gruppen-Chefin selbst, stehen auf der Bühne. Zwischen Flying Sparks Square Dancers aus Finsterbergen und Emleber Silber-Omis zeigten Hortkinder, Grundschüler und Jugendliche ihre unterschiedlichen Vorstellungen und Interpretationen von Tänzen.
Aus der Bechsteinschule selbst sind das die Junior-High Dancing Kids, die dank einer Kooperation von Schule und Arbeiterwohlfahrt einmal die Woche üben. Noch keinen eigenen Gruppen-Namen haben die AWO-Hort-Dancer, aber sie sind mit genauso viel Feuereifer dabei wie die ältesten Mitglieder des Tanzzentrums, die New Oldies. Das gesamte Tanzzentrum der AWO baut auf ehrenamtliches Engagement, in kaum einem Jahr ist schon so viel entstanden.
Auch als Teil der präventiven Jugendarbeit kann das Tanzzentrum Erfolge vorweisen. Junge Mädchen aus einem schwierigen sozialen Umfeld finden hier eine eine Freizeitbeschäftigung und können sich beweisen. Dass die Jugendlichen solche Anerkennung suchen und brauchen, das bestätigendie Erfahrungen von Petra Schneider als Chefin des Tanzzentrums. Am Neumarktbrunnen in Gotha hat sie kürzlich ein paar Jungen eingesammelt, die dort akrobatisch tanzten - am Sonntag genossen sie als "The Speed JunperZ" den Applaus des Publikums.
AWO-Chefin Petra Köllner und Beatrix Jungheinrich räumen ein: Mit einer derartigen Resonanz hätten sie zum zweiten Tag des Tanzes eigentlich nicht gerechnet. Aber: Viele Tanzgruppen haben scheinbar nur auf die Einladung gewartet - so schnell war das Programm für den Nachmittag gestrickt.
09.11.2009
Thüringische Landeszeitung Verlag OHG
Tanzen - Das ist Leben
Im Oktober 2008 startete der AWO Ortsverein Gotha ein Ehrenamtsprojekt der völlig neuen Art: In altersspezifischen Gruppen treffen sich Kinder, Jugendliche und Senioren um zu reden, zu lachen und zu tanzen.
Schon die ersten Presseaufrufe stießen auf so große Resonanz, dass gar nicht alle Interessen und Wünsche erfüllt werden konnten. Immerhin 20 tanzbegeisterte Kinder, Jugendliche und Senioren nahmen den „Trainingsbetrieb“ auf. Die Teamarbeit, die Kreativität und die daraus entstehenden Ideen und Choreographien überstiegen selbst die Erwartungen der Projektleiter, so dass das AWO-Tanzzentrum schon am 30.November 2008 zum „Tag des Tanzes“ der Öffentlichkeit präsentiert wird.
Projekte aus der Aktion "Wissen Älterer nutzen"
Schönauer Backfrauen vermitteln lebendige Traditionspflege
Dem Verein Schönauer Backfrauen gehören 10 Frauen im Alter von 43 bis 70 Jahren an. Sie engagieren sich ehrenamtlich mit viel Zeit- und Arbeitsaufwand für die Erhaltung, Fortführung und Dokumentation der ländlichen Backtraditionen unter Nutzung des rund 150 Jahre alten Steinbackofens im Schönauer Backhaus.
Unter Anleitung der Schönauer Backfrauen können Kinder, Jugendliche und Familien die Arbeitsschritte vom Teigansätzen bis zum fertigen Brot, Kuchen oder einer leckeren Pizza durchführen.
Folgende Projekte stehen regelmäßig auf dem Arbeitsprogramm der Schönauer Backfrauen:
- Backen mit Schulklassen zu Projekt- und Wandertagen,
- Backen für Kinder und Familien in Verbindung mit geführten Wanderungen über die Hörselberge oder
- Kinder backen mit den Backfrauen für Seniorenwandertage.
In Schönau werden jedes Jahr im Mai das Museumsfest und im September das traditionelle Backfest gefeiert. Für die Ausgestaltung dieser Feierlichkeiten haben auch die Schönauer Backfrauen „den Hut auf“.
Die Schönauer Backfrauen möchten Kindern, Jugendlichen und Familien ländliche Backtraditionen näher bringen, mit ihnen alte Backrezepte ausprobieren und das alte denkmalgeschützte Backhaus pflegen und hegen.
Ansprechpartnerin: Christine Reißig (1. Backfrau)
Schönauer Backfrauen
Schönau-Deubach 6
99848 Wutha Farnroda
Telefon: 036921/91029
Fax: 036921/91540
Mail:
hoerselberg-bote(at)t-online.de
Kultur, Natur und Lebensfreude - hier bei uns auf der Steinernen Heide
Wie Gemeinschaft entsteht, gepflegt wird und das Dorfleben bereichert, zeigt sich,wenn viele Generationen zusammen leben, arbeiten, feiern und lernen. Genau das erlebt man in der Gemeinde Schweinbach auf der Steinernen Heide. Kinder und Senioren sollen sinnvoll beschäftigt und gefördert werden. Erfahrungswissen Älterer nutzen, Natur kennen lernen und die Sinne schärfen. Dies wird in Schweinbach gelebt.
Das Projekt beinhaltet u. a. folgende Aktionen:
- Sport, Tanzgruppe, Gesellschaftstanz,
- Naturwanderungen, Kräutergarten, Kräuterwanderung,
- Märchenlesungen,
- Monatsgeburtstagsfeiern,
- Handarbeiten, basten, töpfern, malen in einzelnen Projekten,
- Erneuerung des Naturlehrpfades
- Vorstellung verschiedener Berufe und Weitergabe alter Handwerkstechniken,
- Wiedereinrichtung des Dorfbackofens auf dem Dorfanger usw.
Gemeindebibliothek als Kultur und Bildungspartner im Unstrut-Hainich-Kreis
- Enge Zusammenarbeit von ehrenamtlichen und hauptamtlichen Bibliotheksmitarbeitern
- Unterstützung der Gemeindevertretungen beim Aufbau und Erhalt der Gemeindebibliotheken
- Entwicklung der Kooperation zwischen Kindergärten, Schulen, Horten und anderen Bildungseinrichtungen
- Koordinierung der Tätigkeit vieler ehrenamtlicher Helfer im Kultur- und Bildungsbereich
- Erhalt und Wiedereröffnung von Gemeindebibliotheken durch ehrenamtliche Helfer
- Vorlesepaten engagieren sich ehrenamtlich in Kindergärten und Schulen
Tüffer`s Garten - Theater- und Bastelwerkstatt
Von 1919 bis 1971 wohnte und arbeitete in Leinefelde der von den Bewohnern der Stadt sehr geschätzten Arzt Dr. Tüffer. Sein Sommerhaus stand in einem Garten am Rande der Stadt, dem heutigen Tüffer’s Garten. 1996 erwarb die Stadt Leinefelde das Grundstück mit dem Ziel des Erhalts und einer sozialen und kulturelle Nutzung durch die Bewohner der Stadt Leinefelde und Umgebung.
Im Rahmen unseres Projektes "Tüffer’s Werkstattgarten" arbeiten 30 ehrenamtliche Frauen mit Kindern und Jugendlichen der Regelschule "Konrad Hentrich" Leinefelde oder mit Kindern aus anderen Schulen und Kindereinrichtungen der Stadt eng zusammen.
In der Theatergruppe der Regelschule "Konrad Hentrich" unter Leitung von Kerstin Reichelt spielen unsere Frauen Theater, wird gemeinsam gebastelt und genäht.
So werden für bevorstehende Märchen-, Krippen- oder Puppenspiele gemeinsam Kulissen gebaut, Kostüme entworfen und geschneidert, mit viel Liebe Handpuppen gefertigt und natürlich die verschiedensten Theaterstücke einstudiert.
Aktuelles Projekt - Aufführung des Theaterstückes "Elisabeth und die Nächstenliebe"
Schüler der Theatergruppe der Regelschule "Konrad Hentrich" Leinefelde haben das Theaterstück "Elisabeth und die Nächstenliebe" einstudiert.
Das Nähen der Kostüme und den Kulissenbau haben Frauen aus Tüffers`s Werkstattgarten übernommen.
Die Leselernhelfer – M E N T O R Erfurt
Eine Freiwilligeninitiative unter der Trägerschaft des Schutzbundes der Senioren und Vorruheständler Thüringen e.V.
Ziel dieser Initiative ist es, Kindern, die Schwierigkeiten im Lesen haben
zu helfen, ihre Lese- und Sprachkompetenz zu verbessern.
Dies geschieht ohne schulischen Leistungsdruck- Spaß, motivierende Spielformen und das Sprechen nehmen dabei einen großen Raum ein.
Ein- oder zweimal in der Woche treffen sich Leselernhelfer und Lesekind
im Anschluss an den Unterricht oder am Nachmittag in der Schule.
Leselernhelfer kann jeder sein, der gerne mit Kindern arbeitet, selbst gerne liest und Geduld mitbringt. Sie sind keine Hilfslehrer und auch keine Nachhilfelehrer.
Hier in Erfurt wurde mit der praktischen Arbeit des Programms "Soziale
Stadt - Erfurt" an der Johannesschule, Rosa-Luxemburg-Straße 49 und der
Bechsteinschule in der Hans-Sailer-Straße 25 begonnen.
Neben der Arbeit mit dem Lesekind, den Lesekindern, treffen sich die Leselernhelfer einmal im Monat zum Erfahrungsaustausch. Hier können aufgetretene Probleme angesprochen, sowie Anregungen für die Arbeit mit den Lesekindern gegeben werden.
Heute sind folgende weitere Schulen der Stadt Erfurt in das Projekt eingebunden:
- Lessingschule, Nettelbeckufer 25,
- Staatliches Förderzentrum, Karlstraße 10b,
- Staatliche Grundschule, Bukarester Straße 4,
- Staatliche Integrierte Gesamtschule, Wendenstraße 23,
- Grundschule Hochheim und
- Grundschule Möbisburg.
Weiter gibt es eine "Lernwerkstatt", in der Lesematerial gesichtet, Spiele
ausprobiert und geeignet erscheinendes Material erstellt wird.
Ebenso besteht die Möglichkeit für individuelle Beratung, was besonders
in der Anfangsphase hilfreich sein kann.
Inzwischen sind 37 Leselernhelfer hier in Erfurt an 9 Schulen tätig, die ca
60 Kinder betreuen. Dabei handelt es sich nicht nur um aktive Senioren und Vorruheständler, sondern in zunehmenden Maße auch um junge Erwachsene, die z.Z. keine Arbeit haben und etwas "Sinnvolles" tun wollen.
Kontakt:
Leiterin des Kompetenzzentrums für aktive Senioren und bürgerschaftliches Engagement
Frau Rita Hofmann
Friedrich -Engels- Str. 56
99096 Erfurt,
Tel: 0361/ 2620775 oder 2620735
E-Mail:
info(at)seniorenschutzbund.org
Projektkoordinatorin:
Seniortrainerin Andrea Zerull
Johannesflur 15
99102 Windischholzhausen
Tel/Fax: 0361/416498
Artikel in der TLZ Erfurt vom 08.08.2007
Was singt denn da? – Heimische Vögel und ihr Biotop kennen und schützen lernen
Neben dem Natur- und Umweltschutz ist dem NABU Weimar/Apoldaer Land e. V. die Durchführung generationsübergreifender lokaler Projekte und Initiativen ein besonderes Anliegen.
In dem Projekt "Was singt denn da? - Heimische Vögel und ihr Biotop kennen und schützen lernen" möchten erfahrene ältere Vereinsmitglieder ihr Wissen und ihre Erfahrungen an Kinder und Jugendliche der Region weitergeben.
Ziel ist dabei, jungen Menschen die Vogelfauna ihres Sozialraumes näher zu bringen, sie für die Belange des Natur- und Umweltschutzes zu sensibilisieren und umweltbewusste Handlungskompetenzen zu entwickeln.
Kinder und Jugendliche erhalten die Möglichkeit, an Exkursionen teilzunehmen und Beobachtungs- und Experimentalangebote wahrzunehmen.
Kooperationspartner der Ehrenamtlichen sind dabei Kinderheime, Kindergärten, Horte und Schulen in Weimar und dem Apoldaer Land.
Ansprechpartnerinnen: Kerstin Süptitz und Dr. Alexandra Stremke, NABU Weimar/Apoldaer Land e. V., Telefon 036459/4259
Generationenprojekt "Lesen bildet"
Für Ältere die Erinnerungen bewahren, für Kinder und Enkel am Beispiel deutlich machen, wie das Leben verlaufen ist und in welcher Zeit man gelebt hat, war für die zwölf Mitglieder des Schutzbundes der Senioren und Vorruheständler in Sömmerda Anlass, am 9. Juli 1998 eine Interessengruppe "Schreibende Senioren" zu gründen.
Besonderes Anliegen dieser Frauen und Männer ist es, bei Kindern und Jugendlichen das Interesse an der Literatur, am Lesen und Schreiben zu wecken. Partner des Projektes "Lesen bildet" sind derzeit die Grundschule "Lindenschule", das Gymnasium "Albert Schweitzer" und die Ludothek in Sömmerda und die Traumzauberschule in Weißensee.
Gemeinsam mit Schülern und Schülerinnen dieser Einrichtungen werden Lesungen durchgeführt. Gehörtes wird besprochen und gleichzeitig wird die Freude am Lesen entwickelt.
Junge Menschen werdenbei gemeinsamen Treffen angeregt, selbst kleine Geschichten zu schreiben, und sie vorzutragen. Ziel des Projektes ist, Kinder und Jugendlichen anzuregen, sich mehr als bisher dem "Buch" zu widmen und zu lernen eigene Schreib- und Leseschwächen zu überwinden.
So sagt Frau Haubner, Koordinatorin des Projektes:
Wir führen Lesungen in den Schulen und in der Ludothek zu den Themen
- Als Oma noch ein Kind war,
- Tiergeschichten,
- Als Eure Eltern noch Kinder waren und
- Märchen- und Kindergeschichten
durch.
Wir zeigen den Kindern und Jugendlichen, wie man Geschichten schreibt, lassen sie Geschichten erzählen und lesen ihnen unsere eigenen selbstverfassten Geschichten und Gedichte vor.
Die Senioren der Interessengruppe gehen mit viel Elan und ohne gehobenen Zeigefinger an die Sache heran, sind selbst Großeltern, die als Kinder die schweren Kriegs- und Nachkriegszeiten überstanden und ihre Kinder- und Jugendjahre auch ohne Handy, Computer und Markenkleidung gemeistert haben.
Kontakt:
Sigrun Mansel
Landratsamt Sömmerda
Bahnhofstraße 9
99610 Sömmerda
Telefon: 03634/354244
Mail:
sigrun.mansel(at)lra-soemmerda.de
Projektkoordinatorin:Margot HaubnerBahnhofstraße 9299631 WeißenseeTelefon: 036374/21401







































