Bundesfamilienministerium startet Bewerbungsphase zur Sicherung der Mehrgenerationenhäuser
Pressemitteilung des BMFSFJ vom 4. Juli 2011.
Größtes Internetportal für bürgerschaftliches Engagement und Ehrenamt in Deutschland ist online
[Pressemitteilung des BMFSFJ vom 12.01.2012]
Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend fasst zum Jahresanfang 2012 seine Online-Angebote zum Thema Engagement zusammen. Das Internetportal www.initiative-zivilengagement.de wurde am 31. Dezember 2011 eingestellt. Alle wesentlichen Inhalte finden sich nun auf der Website www.engagiert-in-deutschland.de.
Mit dem Internetportal www.initiative-zivilengagement.de informierte das Bundesfamilien- ministerium von 2008 bis 2011 über Ziele, Projekte und Maßnahmen seiner Engagementpolitik. Damit immer mehr engagierte Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und Organisationen aktiv Verantwortung in der Gesellschaft übernehmen können, legt das Ministerium nun verstärkt einen Schwerpunkt auf die Vernetzung und Aktivierung von Engagierten und denen, die es werden wollen.
Dreh- und Angelpunkt im Internet ist dabei die Internetplattform www.engagiert-in-deutschland.de, das größte Kommunikations- und Vernetzungsportal für bürgerschaftliches Engagement und Ehrenamt in Deutschland. Zentrales Element auf www.engagiert-in-deutschland.de sind die Themenräume, die Interaktion und Kommunikation ermöglichen. Diskutieren, kommentieren, Erfahrungen austauschen, sein eigenes Projekt präsentieren und online verwalten: Das alles ist möglich – und erwünscht. Denn www.engagiert-in-deutschland.de lebt von den Beiträgen seiner Nutzerinnen und Nutzer. Neben umfangreichen Informationen rund um die Themen Ehrenamt und Engagement bietet die Plattform der Engagement-Community die Möglichkeit, sich in den Themenräumen frei zu organisieren. Die Internetplattform wird vom Bundesfamilienministerium gefördert, Träger ist der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V.
Die wesentlichen Inhalte und Elemente von www.inititiative-zivilenagement.de – wie etwa die Onlinebibliothek Freiwilligensurvey – stehen den Nutzerinnen und Nutzern weiterhin auf www.engagiert-in-deutschland.de zur Verfügung. Auch die auf dem eingestellten Portal veröffentlichten Portraits engagierter Menschen und bemerkenswerter Projekte bleiben auf www.engagiert-in-deutschland.de ebenso erreichbar wie Interviews und Tipps, etwa zur Vereins- oder Stiftungsgründung.
Wir danken allen Nutzerinnen und Nutzern von www.initiative-zivilengagement.de für ihr Interesse und die Unterstützung und empfehlen einen virtuellen Rundgang auf www.engagiert-in-deutschland.de.
Hier gelangen Sie zum Internetportal www.engagiert-in-deutschland.de
Josef Hecken: "7.000 Freiwillige in 1.200 Einsatzstellen sind ein großer Erfolg des 'Freiwilligendienstes aller Generationen'"
[Pressemitteilung des BMFSFJ Nr. 119/2011, 07.12.2011]
Festveranstaltung in Erfurt würdigt Ergebnisse zum Ende der dreijährigen Laufzeit des Bundesprogramms
"Engagement schlägt Brücken" - so lautet der Name des Programms des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zu den Freiwilligendiensten aller Generationen, dessen erfolgreicher Abschluss am 9. Dezember 2011 in Erfurt gefeiert wird. Von Anfang 2009 bis Ende 2011 wird die bundesweite Etablierung des verbindlich organisierten unentgeltlichen Freiwilligendienstes mit Bundesmitteln von insgesamt rund 16 Millionen Euro unterstützt. Freiwilligendienste aller Generationen sind für jedes Alter offen und ein attraktives Angebot für alle, die sich mindestens 8 Stunden wöchentlich für mindestens 6 Monate verbindlich engagieren möchten.
"Vorausschauende Demografiepolitik heißt für mich, die politischen Rahmenbedingungen so zu setzen, dass alle Engagementpotentiale, die in unserer Gesellschaft noch schlummern, aktiviert werden", sagt Josef Hecken, Staatssekretär im Bundesfamilienministerium, anlässlich der Feierstunde in Erfurt. "Mit dem Programm haben wir alle Zielgruppen erreicht: 7.000 Freiwillige mit unterschiedlichem kulturellem oder sozialem Hintergrund - Jung und Alt haben sich beteiligt. Sie haben sich für andere Menschen engagiert, oft genau da, wo Not am Mann oder an der Frau war und damit das Miteinander in unserer Gesellschaft gestärkt", würdigt Staatssekretär Josef Hecken die Leistungen der Akteure.
Neben kontinuierlicher fachlicher Begleitung haben die Freiwilligen Anspruch auf kostenlose Qualifizierung im Umfang von mindestens durchschnittlich 60 Stunden je Jahr. Sie sind über den Träger haftpflichtversichert sowie in der gesetzlichen Unfallversicherung abgesichert. Eltern jüngerer Freiwilliger haben Anspruch auf Kindergeld.
Die Ergebnisse und Erfolge des Programms:
- 46 Leuchtturmprojekte bundesweit haben vorbildhaft innovative Engagementangebote im Format der Freiwilligendienste aller Generationen aufgebaut.
- Mobile Teams in allen 16 Bundesländern haben durch professionelle Beratung vor Ort Kommunen und freie Träger bei der Einrichtung von Freiwilligendiensten aller Generationen und beim Auf- und Ausbau neuer Netzwerke unterstützt.
- Qualifizierungsträger in allen Ländern haben ein umfangreiches und vielfältiges Qualifizierungsangebot für Freiwillige und Fachkräfte im Rahmen des Programms sichergestellt.
- Im Format der Freiwilligendienste aller Generationen sind im Programm 7.000 Freiwillige in rund 1.200 Einsatzstellen engagiert.
- Mit 252 Trägern konnten bundesweit alle zentralen Partner der Wohlfahrtspflege gewonnen werden.
- 44 Prozent der im Freiwilligendienst aller Generationen tätigen Menschen engagieren sich erstmalig bürgerschaftlich.
- Auffallend große Resonanz finden die Freiwilligendienste aller Generationen bei Menschen zwischen 45 und 69 Jahren. 64 Prozent der Freiwilligen sind älter als 50 Jahre.
Die Fotos von der Festveranstaltung können
hier abgerufen werden.
Um zur Dokumentation der Veranstaltung zu gelangen, klicken Sie bitte
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Bundesfamilienministerin Schröder: "Soziale Innovationen sind der Tropfen Öl im Getriebe"
[Pressemitteilung des BMFSFJ Nr. 86/2011, 25.10.2011]
Bundesfamilienministerium und KfW stellen neues Instrument zur Wachstumsfinanzierung von Sozialunternehmen vor
Dr. Kristina Schröder, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, und Dr. Axel Nawrath, Vorstandsmitglied der KfW Bankengruppe, stellen heute (Dienstag) in Berlin ein neues Förderinstrument für Sozialunternehmen vor.
Sozialunternehmen tragen mit innovativen Ideen zur Lösung gesellschaftlicher Probleme bei. Durch die neue Förderung erhalten sie das nötige Kapital, um wirksame Ansätze in die Breite zu tragen.
"Den Berufszweig der Krankenpflege oder Frau Montessoris Kindergärten gäbe es heute nicht, wenn sich nicht Unterstützer gefunden hätten, die sich weder von Zweiflern noch Kritikern aufhalten ließen. Sozialunternehmer brauchen unsere Unterstützung, denn sie leisten einen entscheidenden Beitrag zum Ideenreichtum und damit zur Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes. Soziale Innovationen sind der entscheidende Tropfen Öl im Getriebe unseres Fortschritts. Mit unserem neuen Förderinstrument stellen wir das Kapital zur Verfügung, das Sozialunternehmen brauchen, damit ihre Ideen wachsen und viele Menschen erreichen", so Ministerin Dr. Kristina Schröder.
KfW-Vorstandsmitglied Dr. Axel Nawrath: "Bildung und Integration, Umweltschutz und Armutsbekämpfung, Umgang mit dem demographischen Wandel - das sind nur einige Schlagworte für die sozialen Herausforderungen, vor denen unsere Gesellschaft gegenwärtig und künftig steht. Der Staat kann diese nicht allein bewältigen, wir brauchen auch unternehmerische Lösungen.Schon heute gibt es hier viel versprechende Ansätze und Konzepte. Diese wird die KfW mit ihrem Finanzierungsangebot gezielt fördern."
Bisher fehlt es noch an frei verwendbaren Finanzierungen für Sozialunternehmen, die eine marktorientierte Unternehmensentwicklung ermöglichen. Insbesondere besteht eine Lücke bei Wachstumsfinanzierungen für die Zeit nach der Gründung.
Das neue Finanzierungsinstrument, das die KfW im Auftrag des Bundesfamilienministeriums entwickelt hat, schließt diese Lücke.
Das KfW Programm zur Finanzierung von Sozialunternehmen startet am 1. Januar 2012. Es richtet sich an Unternehmen, die mit einem innovativen Geschäftsmodell ein gesellschaftliches Problem lösen wollen und dabei explizit auch das Gemeinwohl im Blick haben, die die ersten Schritte als Unternehmen bereits erfolgreich bewältigt haben und nun expandieren möchten.
Die KfW stellt hierfür das erforderliche Eigenkapital zur Verfügung. Sie arbeitet dazu mit weiteren Finanzierungspartnern wie Fonds, Business Angels oder Stiftungen zusammen. Deren Engagement kann die KfW künftig in gleicher Höhe und zu gleichen Konditionen im Einzelfall bis zu einem Betrag von 200.000 EUR ergänzen.
Das Programm erweitert somit den Finanzierungsspielraum von Sozialunternehmen in doppelter Hinsicht: erstens wird den Unternehmen direkt mehr Eigenkapital für die Finanzierung von Investitionen zur Verfügung gestellt. Zweitens ist eine solide Eigenkapitalausstattung auch bei Sozialunternehmen Grundvoraussetzung dafür, dass beispielsweise Geschäftsbanken mit eigenen Krediten die Wachstumsfinanzierung begleiten.
Die größte Förderorganisation für Sozialunternehmer, Ashoka, bewertet die Initiative positiv: "Dieses Instrument ist auch international ein Vorbild. Damit werden soziale Investoren motiviert, Sozialunternehmen so zu finanzieren, wie es für ihr eigenständiges Wachstum am sinnvollsten ist", so der Hauptgeschäftsführer von Ashoka, Felix Oldenburg.
Die Förderung von Sozialunternehmen und sozialen Innovationen ist ein Schwerpunkt der Nationalen Engagementstrategie der Bundesregierung.
